Die Aare ist mit einer Länge von 288 Kilometern der längste gänzlich in der Schweiz verlaufende Fluss. Sie entspringt am Finsteraarhorn und durchfließt im Anschluss die tief eingeschnittene Aareschlucht. Die Befahrung der Schlucht ist verboten, sie kann jedoch über einen Wanderweg zu Fuß bestaunt werden. Unterhalb der Aareschlucht befindet sich der Ort Meiringen, ab hier ist die Aare ein Wanderfluss. In weiterer Folge durchfließt sie die beiden Seen, Brienzersee und Thunersee. Wenig später durchfließt die Aare Bern, die Bundesstadt der Schweiz. Danach wird sie durch das Kraftwerk Mühleberg zum Wohlensee aufgestaut.
Bei Aarberg wurde das Flussbett der Aare verlegt. Seit der ersten Juragewässerkorrektion wird ihr Wasser über den Hagneckkanal in den Bielersee geleitet. Sie verlässt den Bielersee über den Nidau-Büren-Kanal. Nachdem der Fluss die Städte Solothurn, Aarburg und Aarau durchquert hat, durchfließt er die Brugger Schlucht, eine klammartige Durchbruchstrecke. Unterhalb der Schlucht nimmt sie die Reuss und die Limmat auf, bevor sie bei Koblenz (Schweiz) in den Rhein mündet. Die Aare ist der wasserreichste Nebenfluss des Rheins und führt an der Mündung sogar mehr Wasser als der Rhein selbst. Aus hydrologischer Sicht ist daher der Rhein ein Nebenfluss der Aare und nicht umgekehrt.
Mit einem Klick auf das Google Maps Icon rechts, könnt ihr eine Flusskarte der Aare aufrufen. Diese Karte basiert auf Google My Maps. Darauf könnt ihr euch den Flussverlauf im Detail ansehen. Sämtliche in der Kilometrierung erwähnte Hindernisse sind in der Karte eingezeichnet. "Flusswandern.at" hat keinerlei Rechte daran. Es handelt es sich um einen externen Dienst von Google.

Eine Wanderfahrt auf der Aare kann frühestens beim Ort Meiringen, unterhalb der Aareschlucht begonnen werden. Die Befahrung der Aareschlucht ist verboten und die Abschnitte oberhalb sind im Wanderboot nicht befahrbar. Die Gemeinde Meiringen ist mit dem Zug gut erreichbar, die Bahnstation "Aarschlucht West" befindet sich unmittelbar an der ersten Straßenbrücke unterhalb der Aareschlucht. Für alle die mit dem Auto anreisen bietet sich der Campingplatz Balmweid als Basislager an. Die Aare wird an vielen Orten von der Eisenbahn gekreuzt, es ergeben sich also viele alternative Startmöglichkeiten, wobei Meiringen die frühestmögliche ist.

Die Aare kann auf einer Strecke von 265 Kilometern, ab Meiringen, bis zu ihrer Mündung in den Rhein befahren werden. Theoretisch kann die Fahrt auch auf dem Rhein bis Rotterdam fortgesetzt werden. Die Aare wird immer wieder vom Zug begleitet, es gibt daher zahlreiche Varianten eine Fahrt individuell nach Lust und Laune zu planen. Die schönsten Abschnitte der Aare befinden sich zwischen Meiringen und dem Bielersee. Auch unterhalb des Bielersees finden sich noch schöne Strecken, jedoch gibt es hier auch zahlreiche eintönige Staubereiche.

An der Aare befinden sich zahlreiche Campingplatze. Besonders auf Brienzersee & Thunersee, sowie in Bern liegen diese günstig am Wasser und bieten sich als Übernachtungsmöglichkeit an. Erst nach dem Bielersee ist es zwingend notwendig wild zu zelten. Auch hier findet man immer wieder schöne Plätze. Besonders die zahlreichen offiziellen Grillplätze und Feuerstellen bieten sich zum Übernachten an. In ausgewiesenen Naturschutzgebieten sollte ebensowenig gezeltet werden, wie auf Privatgrundstücken entlang der Seen.

Die Aare ist ein wassertechnisch sehr einfacher Fluss. Erwähnenswert sind die Stadtdurchfahrten durch Interlaken und Thun, welche beide verboten sind. Hier befinden sich mehrere gefährliche Wehre die komplett mit Bootswagen umgangen werden müssen. Die einzigen erwähnenswerten Wildwasserpassagen sind die Uttingenwelle, sowie die Brugger Schlucht vor der Mündung in den Rhein. Bei der Uttingenwelle handelt es sich um eine wuchtige Stromschnelle, diese Einzelstelle lässt sich bei Unsicherheit auch umtragen.

Die Brugger Schlucht in etwa vergleichbar mit der Entenlochklamm auf der Tiroler Ache. Sie ist wassertechnisch nicht schwierig, allerdings bilden sich in der Schlucht Presswasser, Wirbel und Pilze. Kentert man hier ohne Schwimmweste, besteht absolute Lebensgefahr. Von diesen Einzelstellen abgesehen ist die Aare wassertechnisch unschwierig. Der Fluss kann sowohl im Luftboot als auch im Feststoffboot befahren werden. Besonders auf den Seen und den langen Staustrecken kommt man im Feststoffboot besser voran. Die Aare wird durch zahlreiche Kraftwerke aufgestaut die sich allesamt gut mit Bootswagen umtragen lassen.
km 265 - Fußgängerbrücke unterhalb der Aareschlucht, links oberstmögliche Einstiegsstelle zu einer Wanderfahrt auf der Aare. Rechts die Bahnstation Aareschlucht West unmittelbar am Fluss. Die Aare fließt ab hier mit schneller Strömung und ohne Hindernisse bis zum Brienzersee. Der Flusslauf ist begradigt und kanalisiert.
km 264,3 - Straßenbrücke, rechts der Ort Meiringen, Bahnstation Meiringen Alpbach in 100 Metern rechts neben dem Fluss.
km 262,7 - Straßenbrücke, links in 400 Metern Entfernung der Campingplatz Balmweid, potentielles Startquartier einer Komplettbefahrung der Aare. Einstiegsstelle rechts vor der Brücke.
km 258,3 - Fußgängerbrücke
km 256,2 - Straßenbrücke 6
km 253,6 - Fußgängerbrücke & Straßenbrücke
km 252,8 - Straßenbrücke, rechts danach großes Kieswerk, Vorsicht auf etwaige gespannte Seile!
km 252,6 - Mündung der Aare in den Brienzersee, rechts in 600 Metern Entfernung der Campingplatz "Camping Aaregg Brienz am See". Der Brienzersee ist außerordentlich schön, mit türkisblauen Wasser und einer maximalen Tiefe von 261 Metern. Die kürzeste Route bis zum Ausfluss der Aare bei Interlaken ist etwa 13,6 Kilometer lang, wenn man alle Buchten abschneidet.
km 241,2 - Links der Campingplatz Seeruhe Böningen.
km 239,3 - Links der Campingplatz TCS Camping Böningen - Interlaken.
km 238,5 - Ausfluss der Aare aus dem Brienzersee.
km 238,4 - Eisenbahnbrücke
km 237,5 - Straßenbrücke 6, rechts darunter flache Ausstiegsstelle wenn man zum Campingplatz gelangen möchte.
km 237,3 - Rechts der Campingplatz TCS Camping Interlaken, gutes Standquartier für die Besichtigung von Interlaken.
km 237,1 - Eisenbahnbrücke
km 236,9 - Straßenbrücke "Bearivage-Brücke", links davor Ausstiegsstelle zur Umtragung des Stadtgebiets von Interlaken. Die Durchfahrt durch Interlaken ist offiziell verboten, da sich die Aare im Stadtgebiet aufteilt und sich in den Flussarmen gefährliche Wehre befinden. Die Weiterfahrt ist ab km 235,1 wieder erlaubt. Auf eine Beschreibung der Aare im Stadtgebiet von Interlaken wird verzichtet, Details können der Flusskarte entnommen werden.

km 235,1 - Wehr Gurbe - Links dahinter Einstiegsstelle nach der Umtragung der Wehre im Stadtgebiet von Interlaken. Ab hier ist die Befahrung der Aare wieder erlaubt. Das Wehr Gurbe ging im Jahr 1997 in Betrieb. Es ist das letzte Kraftwerk vor der Mündung in den Thunersee. Die Aare fließt nun begradigt und mit schneller Strömung bis zum See.
km 234,7 - Fußgängerbrücke "Tschingeleysteg"

km 234,2 - Sohlschwelle - Links davor zur Besichtigung anlanden. In unserem Fall war die Sohlschwelle über eine Stromzunge auf der linken Seite problemlos befahrbar. Möchte man sich das Hindernis vorher ansehen, gibt es linksufrig davor einige Stellen wo ein anlanden möglich ist. Ab hier keine weiteren Hindernisse zum Thunersee.
km 233,7 - Straßenbrücke
km 233,1 - Fußgängerbrücke
km 232,8 - Mündung der Aare in den Thunersee. Der Thunersee ist landschaftlich sehr schön, mit einer Maximaltiefe von 217 Metern. Die kürzeste Route bis zum Ausfluss der Aare bei Thun ist etwa 17,5 Kilometer lang, wenn man alle Buchten abschneidet. Eine Befahrung sollte gut geplant werden, besonders im Bezug auf Übernachtungsplätze und unter Berücksichtigung von etwaigem Gegenwind.
km 216,5 - Links "Campingplatz TCS Camping Gwatt".
km 214,5 - Ausfluss der Aare aus dem Thunersee, Beginn des Stadtgebiets von Thun, sehenswerte Stadt mit 44.000 Einwohnern.
km 213,9 - Links Abzweig eines Nebenarms, in ihm befindet sich eine Schiffsanlegestelle, Einfahrt verboten, rechts fahren.
km 213,7 - Links Einfahrt in einen kleinen Hafen, unmittelbar vor der Villa Julia. Dort befindet sich die beste Ausstiegsstelle wenn man das Stadtgebiet von Thun umtragen möchte. Die Durchfahrt durch Thun ist offiziell verboten, da sich die Aare im Stadtgebiet aufteilt und sich in den Flussarmen gefährliche Wehre befinden. Die Weiterfahrt ist ab km 211,8 wieder erlaubt. Auf eine Beschreibung der Aare im Stadtgebiet von Thun wird verzichtet, Details können der Flusskarte entnommen werden.
km 211,8 - Straßenbrücke "Regiebrücke", rechts danach Einstiegsstelle nach der Umtragung von Thun. Ab hier ist die Befahrung der Aare wieder erlaubt. Es folgt bis Bern eine sehr schöne Strecke mit guter Strömung. Der Abschnitt wird im Sommer vielfach von Schlauchbooten befahren.
km 210,9 - Straßenbrücke
km 210,8 - Straßenbrücke
km 210,3 - Fußgängerbrücke
km 209,9 - Rechts Mündung der Zulg, 23 Kilometer langer Nebenfluss.
km 209,6 - Autobahnbrücke A6
km 209 - Straßenbrücke
km 207,1 - Rechts Treppen, mögliche Ausstiegsstelle um die Uttingenwelle zu besichtigen. Das Anlanden kann jedoch auf Grund von starker Strömung schwierig sein.

km 206,7 - Eisenbahnbrücke, darunter die "Uttingenwelle" - Rechts zur Besichtigung anlanden. Bei der Uttingenwelle handelt es sich um einen wuchtigen Schwall, je nach Linie und Wasserstand Wildwasserstufe II-III. Um eine gute Linie zu finden, sollte man sich die Stelle vorher vom Ufer aus ansehen. Bei unserem Wasserstand war die Durchfahrt ganz rechts gut möglich.
km 203,8 - Straßenbrücke
km 201,6 - Straßenbrücke, links davor Restaurant.
km 197,8 - Straßenbrücke, rechts der Ort Münsingen.
km 195,2 - Straßenbrücke, links davor Restaurant.
km 190,8 - Gedeckte Fußgängerbrücke "Auguetbrücke"
km 188,1 - Personenfähre "Elfenau", rechts Restaurant.
km 186,4 - Links gute Ausstiegsstelle über Strand wenn man am Campingplatz Eichholz übernachten möchte. Dieser ist wohl das ideale Standquartier wenn man die Stadt Bern besichtigen möchte. Man kann vom Campingplatz die Aare entlang zu Fuß bis ins Zentrum spazieren.
km 185,6 - Fußgängerbrücke, Beginn des Stadtgebiets von Bern. Sehr sehenswerte Stadt mit 140.000 Einwohnern. Als "Bundesstadt" nimmt sie für die Schweiz die Funktion der Hauptstadt wahr.
km 185 - Straßenbrücke 10 "Monbijoubrücke"
km 184,4 - Straßenbrücke "Dalmazibrücke", links davor offizielle Ausstiegsstelle zur Umtragung des folgenden Wehrs.
km 184,2 - Straßenbrücke "Kirchenfeldbrücke"

km 184 - Wehr Mattenschwelle - Rechts umtragen. Die offizielle Ausstiegsstelle befindet sich links vor der Dalmazibrücke. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle rechts hinter dem Wehr karren, etwa 640 Meter. Die Mattenschwelle ist ein historisches Längswehr, dessen Ursprung bis ins Mittelalter zurück reicht. Seit 1891 wird das abgeleitete Wasser für den Betrieb des Kraftwerks Matte verwendet.
km 183,1 - Straßenbrücke "Nydeggbrücke"
km 183 - Straßenbrücke "Untertorbrücke"
km 182,2 - Fußgängerbrücke "Altenbergsteg" & Straßenbrücke "Kornhausbrücke"
km 181,7 - Straßenbrücke "Lorrainebrücke"
km 181,5 - Eisenbahnbrücke

km 180,2 - Wehr Engehalde - Rechts umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich rechts, direkt am Wehr. Von dort kann man entlang der Umsetzanlage umtragen, etwa 50 Meter. Vorsicht bei Hochwasser, dann ist es vermutlich zu gefährlich so nahe ans Wehr heran zu fahren. Dann bereits vorher ausbooten. Am Wehr Engehalde wird linksseitig Wasser in einen Stollen zum Kraftwerk Felsenau geleitet. Dieses ging 1909 in Betrieb. Die nun folgende Flussstrecke ist landschaftlich sehr schön.
km 179,7 - Autobahnbrücke A1
km 177 - Eisenbahn- & Straßenbrücke 12, darunter leichter Schwall, rechts davor Restaurant.
km 175,2 - Personenfähre Reichenbach
km 173,9 - Personenfähre "Zehendermätteli"
km 171,8 - Straßenbrücke, rechts der Ort Bremgarten bei Bern.
km 171 - Fußgängerbrücke "Seftausteg"
km 171 - Links Kraftwerk Felsenau, Rückführung des abgeleiteten Wassers.
km 169,9 - Überdachte Straßenbrücke
km 169 - Straßenbrücke "Halenbrücke"
km 166,3 - Fußgängerbrücke "Stägmatt-Steg", links beste Ausstiegsstelle wenn man zum Campingplatz "TCS Camping Bern" gelangen möchte.
km 166 - Straßenbrücke, rechts der Ort Wohlen bei Bern.
km 163,5 - Straßenbrücke, die Aare verbreitert sich zum Wohlensee.

km 156,2 - Kraftwerk Mühleberg - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Plattform, direkt vor dem Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle an einer Rampe karren, etwa 450 Meter. Das Kraftwerk Mühleberg ging 1920 in Betrieb, es staut die Aare zum Wohlensee auf.
km 154,3 - Links das Kernkraftwerk Mühleberg, dieses befindet sich in Stilllegung. Bis 2031 sollen alle Nuklearteile entfernt werden. Dann werden alle Gebäude abgerissen.
km 152,7 - Links Mündung der Saane, 126 Kilometer langer Nebenfluss.

km 149,2 - Kraftwerk Niederried-Radelfingen - Rechts umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Treppe, rechts vor dem Kraftwerk. Die offizielle Einstiegsstelle befindet sich an einer hohen Treppe, gleich hinter dem Kraftwerk. Geht man noch 300 Meter weiter, findet man eine bessere Einstiegsstelle an einem flachen Kiesstrand. Linksufrig wird Wasser über einen Stollen zum Kraftwerk Kallnach abgeleitet. Das Kraftwerk Niederried ging 1963 in Betrieb.
km 146,9 - Fußgängerbrücke, links der Zeltplatz Niederried.
km 143,9 - Rechts Abzweigung der alten Aare, dem ehemaligen Flussbett der Aare. Diese führt heute nur mehr zwischen 3,5 m³/s und 6 m³/s, das restliche Wasser wird über den Hagneckkanal in den Bielersee geleitet. Der Hagneckkanal wurde als Teil der ersten Juragewässerkorrektion zwischen 1875 und 1878 gebaut, wobei der Aushub ohne Maschinen erfolgte.

km 143,7 - Kraftwerk Aarberg - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Treppe, links vor dem Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle karren, etwa 300 Meter. Der Einstieg ist etwas mühsam, da hohe Treppe und starke Strömung unterhalb. Das Kraftwerk Aarberg ging 1968 in Betrieb.
km 143,4 - Eisenbahnbrücke
km 143,2 - Straßenbrücke 22, rechts die Stadt Aarberg, Bhf. & Einkaufsmöglichkeiten.
km 139 - Straßenbrücke, links davor Mündung des Kanals vom Kraftwerk Kallnach.
km 136,3 - Eisenbahn- & Straßenbrücke, rechts in 400 m die Bahnstation Hagneck.

km 135,5 - Kraftwerk Hagneck - Links umtragen. An der Ausstiegsstelle befindet sich ein elektrischer Schienenwagen, der über einen Schalter gerufen werden kann. Mit ihm lassen sich die Boote zur Einstiegsstelle transportieren. Ist dies nicht möglich, muss mit Bootswagen etwa 200 Meter umtragen werden. Das Kraftwerk Hagneck ging 1900 in Betrieb. Im Jahr 2015 wurde es um das Wehrkraftwerk Hagneck 2 erweitert.
km 135 - Mündung der Aare in den Bielersee. Möchte man diesen auf schnellstem Weg durchqueren, folgt man dem rechten Ufer, bis zum Ausfluss der Aare bei Biel. Die kürzeste Strecke beträgt etwa 7,8 km, wenn man alle Buchten abschneidet.
km 132 - Rechts der Campingplatz UNIA Gerolfingen.
km 126,5 - Ausfluss der Aare aus dem Bielersee, links die Stadt Biel (französisch Bienne) mit 57.000 Einwohnern. Die Stadt ist bekannt für ihre Uhrenindustrie. Der folgende Flussabschnitt bis zur Mündung der alten Aare bei km 116,5 wird Nidau-Büren-Kanal genannt. In diesem künstlich angelegten Kanal fließt seit der ersten Juragewässerkorrektion das Wasser der Aare. Er ist landschaftlich unspektakulär, mit gemächlicher Strömung.
km 125,8 - Straßenbrücke
km 125,5 - Eisenbahn- & Straßenbrücke
km 124,6 - Fußgängerbrücke "Moosbrüggli"
km 124,5 - Links Mündung der Zihl. Diese war bis zur ersten Juragewässerkorrektion der natürliche Abfluss des Bielersees.

km 124,2 - Regulierwehr Port - Rechts Schleuse oder rechts umtragen. Rechts vor dem Kraftwerk befindet sich eine Gegensprechanlage. Dort kann man anfragen ob eine Schleusung möglich ist. Ist dies nicht der Fall muss das Kraftwerk rechtsufrig mit Bootswagen umkarrt werden, etwa 500 Meter. Das Regulierwehr Port wurde 1939 im Zuge der zweiten Juragewässerkorrektion fertig gestellt. Es reguliert den Wasserstand des Bielersees. Im Jahr 1995 ging auf der linken Seite des Wehrs ein Wasserkraftwerk in Betrieb.
km 122,5 - Autobahnbrücke A6
km 122,2 - Eisenbahnbrücke, links dahinter Schiffsanleger & der Bhf. Brügg in 300 m.
km 121,9 - Straßenbrücke 6
km 119,2 - Straßenbrücke, rechts der Ort Scheuren.
km 118,1 - Straßenbrücke, links Parkplatz & Feuerstelle.
km 116,5 - Rechts Mündung der alten Aare.
km 115,1 - Straßenbrücke
km 115 - Links Mündung der alten Aareschleife, Ende des Nidau-Büren-Kanals.
km 114,5 - Straßenbrücke, rechts der Ort Büren an der Aare mit Rampe, Einkehrmöglichkeiten & Supermarkt.
km 110,5 - Links der Ort Staad mit Ausstiegsstelle & Campingplatz.
km 108,8 - Straßenbrücke, links danach Schiffsanleger & Kanu-Club Grenchen.
km 107,7 - Autobahnbrücke A5
km 104,1 - Links der Ort Selzach mit Anlegestelle & Restaurant, zahlreiche Storchennester.
km 101,7 - Insel Länggrien, rechts fahren. Die Insel hat eine Länge von etwa 600 Metern. Auf ihr befindet sich ein Bauernhof, welcher nur per Privatfähre zu erreichen ist.
km 96,7 - Links Motorboothafen und Restaurant mit Sliprampe, gute Ausstiegsstelle wenn man zum Campingplatz TCS Camping Solothurn gelangen möchte.
km 96,4 - Rechts Vereinshaus der Solothurner Kajakfahrer.
km 96,2 - Straßenbrücke, Beginn des Stadtgebiets von Solothurn, Hauptort des gleichnamigen Kantons mit 17.000 Einwohnern.
km 96 - Fußgängerbrücke "Dreibeinskreuzbrücke", links danach der Solothurner Ruderclub.
km 95,5 - Eisenbahnbrücke
km 95,3 - Straßenbrücke "Wengibrücke"
km 95,2 - Links Ausstiegsstelle im Zentrum von Solothurn.
km 95,1 - Straßenbrücke "Kreuzackerbrücke"
km 94,8 - Straßenbrücke "Rötibrücke", links davor Plattform.
km 94,1 - Fußgängerbrücke "Rote Brücke"
km 92 - Fußgängerbrücke
km 91,9 - Rechts Mündung der Emme, 82 Kilometer langer Nebenfluss aus dem Emmental.
km 91,7 - Rechts Mündung eines Kraftwerkskanals von der Emme.
km 91,1 - Rohrleitungsbrücke, links die ehemalige Fabrik Attisholz.
km 91 - Fußgängerbrücke
km 90,9 - Fußgängerbrücke, rechts Restaurant.
km 90,2 - Straßenbrücke

km 90 - Kraftwerk Flumenthal - Rechts umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich vor einem Ponton, rechts vor dem Kraftwerk. Das Hindernis lässt sich einfach mit Bootswagen umkarren, etwa 370 Meter. Die Einstiegsstelle befindet sich an einer steilen Treppe. Das Kraftwerk Flumenthal wurde im Zuge der zweiten Juragewässerkorrektion errichtet und ging 1970 in Betrieb.
km 86,3 - Autobahnbrücke 1/E25
km 85 - Beginn einer großen Insel, links Abzweigung des Aarekanals, dieser Seitenarm mündet nach 1,5 Kilometern wieder in den Hauptstrom.
km 84,6 - Überdachte Holzstraßenbrücke, rechts die Stadt Wangen an der Aare mit Bhf; Ausstiegsmöglichkeit rechts nach der Brücke.
km 84,1 - Eisenbahnbrücke
km 84 - Straßenbrücke 22
km 83,5 - Links Mündung des Aarekanals, Ende der Insel.
km 82,9 - Straßenbrücke
km 82 - Fußgängerbrücke, rechts der Ort Walliswil.
km 80,5 - Straßenbrücke, rechts und links danach Sliprampen.
km 79,6 - Große Insel "Vogelraupfi", Naturschutzgebiet, rechts fahren.
km 79,3 - Rechts Mündung der Önz.

km 78,2 - Kraftwerk Bannwil - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einem Kiesstrand, neben einem Kiosk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle an einer Treppe karren, etwa 460 Meter. Das Kraftwerk Bannwil ging im Jahr 1970 in Betrieb. Es ersetzte ein Ausleitungskraftwerk aus dem Jahre 1904.
km 76,8 - Rechts und links Rampen zum Auswassern, rechts Kieswerk.
km 74,9 - Straßenbrücke, rechts der Ort Aarwangen mit Bhf. & Supermarkt.

km 72,6 - Kraftwerk Wynau - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Rampe, links vor dem Einlauf zum Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle karren, etwa 400 Meter. Das Kraftwerk Wynau ging 1895 in Betrieb, wobei 1996 ein grundlegender Umbau erfolgte.
km 71,2 - Fähre, es folgt das Aareknie, ein sehr schöner Abschnitt mit Schotterbänken und guter Strömung.
km 68,3 - Rechts Mündung der Murg, 34 Kilometer langer Nebenfluss.
km 67,8 - Überdachte Holzstraßenbrücke, rechts der Ort Murgenthal, rechts davor der Pegel Murgenthal.
km 63 - Links und rechts Sliprampen & Sockel für Pontonbrücken, links der Ort Boningen.

km 61,4 - Kraftwerk Ruppoldingen - Rechts umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich unmittelbar rechts neben dem Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos zur Einstiegsstelle karren, etwa 120 Meter. Der Vorgängerbau des Kraftwerks ging 1896 in Betrieb. Es handelte sich um ein Ausleitungskraftwerk mit Kanal. Im Jahr 2000 wurde dieses durch ein modernes Wehrkraftwerk ersetzt und der Kanal aufgelassen.
km 60,2 - Autobahnbrücke 2 / E35
km 60 - Links Mündung der Fischtreppe vom Kraftwerk Ruppoldingen.
km 59,9 - Rechts Mündung der Wigger, vermutlich beste Ausstiegsstelle wenn man zum Campingplatz Wiggerspitz gelangen möchte.
km 59,7 - Eisenbahnbrücke
km 59,1 - Straßenbrücke, rechts davor Mündung der Tych, rechts die Stadt Aarburg.
km 56,7 - Rohrleitungsbrücke
km 56,5 - Eisenbahnbrücke, danach Beginn des langezogenen Stadtgebiets von Olten.
km 56 - Straßenbrücke
km 55,9 - Fußgängerbrücke & Eisenbahnbrücke
km 55,6 - Überdachte Holzstraßenbrücke, links davor Mündung der Dünnern. Links das Zentrum der Stadt Olten.
km 55,3 - Straßenbrücke 2
km 54,6 - Straßenbrücke
km 53,4 - Eisenbahnbrücke
km 53,2 - Eisenbahnbrücke
km 52,9 - Straßenbrücke

km 52,5 - Wehr Winznau - Rechts umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Rampe, rechts vor dem Wehr. Von dort karrt man mit Bootswagen am Fluss entlang bis zur Einstiegsstelle, etwa 400 Meter. Der Einstieg ist etwas mühsam, da verwachsene Steilböschung. Die nun folgende Restwasserstrecke ist außerordentlich schön. Der am Wehr links abzweigende Kanal führt zum Kraftwerk Gösgen. Auch dort ist umsetzen möglich, der Kanal ist jedoch unspektakulär. Das Kraftwerk Gösgen ging 1917 in Betrieb und war damals das größte Laufkraftwerk der Schweiz.
km 49,3 - Straßenbrücke, rechts der Ort Dulliken mit Bhf.
km 47 - Fußgängerbrücke zum Kernkraftwerk Gösgen.
km 46 - Straßenbrücke
km 44,8 - Fußgängerbrücke
km 44 - Links Mündung des Kanals vom Kraftwerk Gösgen.
km 43,7 - Straßenbrücke, links der Ort Niedergösgen, rechts der Ort Schönenwerd mit Bhf. & Supermarkt nahe am Fluss. Ausstiegsstelle links unter der Brücke.

km 41,4 - Wehr Schönenwerd - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich links an der Abzweigung des Kraftwerkskanals. Von dort karrt man mit Bootswagen über den Kanal bis zur Einstiegsstelle, etwa 300 Meter. Der Kanal führt zum Kraftwerk Aarau, welches 1894 in Betrieb ging. Die folgende Restwasserstrecke ist landschaftlich sehr schön.
km 38,9 - Fußgängerbrücke "Süffelsteg"
km 38,6 - Links Mündung des Kanals vom Kraftwerk Aarau.
km 38,3 - Straßenbrücke, rechts und links die Stadt Aarau mit 22.000 Einwohnern, Hauptort des Kantons Aargau.

km 38 - Beginn der Zurlindeninsel, links in den Kanal einfahren um zum Kraftwerk Rüchlig zu gelangen. Rechts gelangt man zum Wehr Rüchlig, dort ist das Umtragen jedoch schwieriger. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Rampe, etwa 150 Meter rechts vor dem Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos etwa 250 Meter bis zur Einstiegsstelle karren. Die erste Version des Kraftwerk Rüchlig ging 1884 in Betrieb. Seit seiner Errichtung wurde es sechsmal umgebaut.
km 37,4 - Wehr Rüchlig - Rechts umtragen, jedoch schwieriger als am Kraftwerk.
km 36 - Rechts Mündung der Suhre, 34 Kilometer langer Nebenfluss mit 160 Brücken.
km 35,7 - Links Mündung des Kanals vom Kraftwerk Rüchlig.
km 35,5 - Straßenbrücke 24
km 34,3 - Straßenbrücke, links der Ort Biberstein.

km 31,9 - Kraftwerk Rupperswil-Auenstein - Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Links ist die Umtragung einfach, Aus- und Einstieg über ausgeschilderte Rampen. Man verpasst jedoch eine schöne Restwasserstrecke. Rechts ist das Umtragen deutlich mühsamer, die Ausstiegsstelle befindet sich 200 Meter rechts vor dem Kraftwerk. Der Einstieg erfolgt nach der Sohlschwelle hinter dem Kraftwerk, man muss eine verwachsene Steilböschung hinunter klettern. Das Kraftwerk Rupperswil-Auenstein ging 1945 in Betrieb. Es ist im alleinigen Besitz der Schweizerischen Bundesbahnen und produziert nach einem grösseren Umbau rund 10 Prozent des gesamten Bahnstrombedarfs der SBB.
km 31,3 - Straßenbrücke & Fußgängerbrücke
km 30,7 - Flussteilung, hier rechten Arm wählen, so spart man sich das Treideln einer folgenden Sohlrampe im linken Arm.
km 29,6 - Fußgängerbrücke
km 29,5 - Links Mündung des Kanals vom Kraftwerk Rupperswil-Auenstein.
km 28,5 - Förderbandbrücke, rechts Zementfabrik.
km 28,3 - Straßenbrücke, rechts der Ort Wildegg mit Bhf. & Mündung des Aabachs.
km 27,8 - Rechts Schloss Wildegg.
km 27,3 - Rohrleitungsbrücke
km 25,1 - Rechts der Ort Schinznach-Bad.

km 24,3 - Wehr Wildegg-Brugg - Links bis zur Ausstiegsstelle am Kraftwerk Wildegg-Brugg weiter fahren. Diese befindet sich an einer Rampe, 100 Meter vor dem Kraftwerk. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos etwa 300 Meter bis zur Einstiegsstelle karren. Durch die Umtragung im Kanal erspart man sich die Umtragung von zwei Hindernissen, dem Hilfswehr und dem Dachwehr. Das Kraftwerk Wildegg-Brugg ging 1953 in Betrieb und ist das leistungsstärkste Kraftwerk an der Aare.
km 23,1 - Autobahnbrücke 3 / E60
km 22,8 - Hilfswehr
km 19,5 - Dachwehr - Rechts umtragen. Links danach Mündung des Kanals vom Kraftwerk Wildegg-Brugg.
km 19 - Eisenbahnbrücke, links davor Felsinsel "Loreley-Felsen", rechts davor der Pegel Brugg. Es beginnt die Brugger Schlucht, eine klammartige Durchbruchstrecke. Bei einem Durchfluss von 200 Kubikmetern am Pegel Brugg lag die Schlucht bei WW St. I-II. Erwähnenswert sind die gewaltigen Strudel, Pilze und Presswasser, diese sind ohne Schwimmweste absolut lebensgefährlich. Paddler die keine Wildwassererfahrung mitbringen sollten die Schlucht nicht befahren.
km 18,6 - Fußgängerbrücke "Brunnenmühlesteg"
km 18,1 - Straßenbrücke, Ende der Brugger Schlucht, hierbei handelt es sich um die engste Stelle der Aare zwischen der Aareschlucht bei Meiringen und der Mündung in den Rhein. Der Fluss wird hier auf eine Breite von 15 Metern zusammengepresst, wobei er 17 Meter tief ist.
km 17,7 - Straßenbrücke "Casinobrücke", rechts und links die Stadt Brugg mit 13.300 Einwohnern.
km 17,4 - Fußgängerbrücke
km 16 - Fußgängerbrücke, links danach Abzweig, Einfahrt verboten.
km 15,6 - Rechts Mündung der Reuss, größter Nebenfluss der Aare.
km 15,2 - Straßenbrücke
km 14,3 - Rechts die Mündung der Limmat, zweitgrößter Nebenfluss der Aare.
km 13,8 - Links die unbewohnte Insel "Fischergrieni".
km 13,1 - Rechts die Ruine Freudenau.
km 12,9 - Straßenbrücke, links der Ort Stilli.
km 11,4 - Rohrleitungsbrücke
km 10,2 - Straßenbrücke, rechts und links das Paul Scherrer Institut, Forschungsinstitut für Natur und Ingenieurwissenschaften mit über 2000 Mitarbeitenden.

km 8,6 - Wehr Beznau - Links Schleuse verwenden oder links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich 200 Meter links vor dem Wehr. Von dort kann man mit Bootswagen problemlos etwa 380 Meter zur Einstiegsstelle karren. Rechts wird Wasser in einen Kanal zum Kraftwerk Beznau ausgeleitet. Auf der Insel zwischen Aare und Kanal befindet sich das Kernkraftwerk Beznau. Das Wasserkraftwerk Beznau ging im Jahr 1902 in Betrieb.
km 7,1 - Rechts Mündung des Kanals vom Kraftwerk Beznau.
km 4,6 - Straßenbrücke 17, rechts der Ort Döttingen mit Bhf; links der Ort Kleindöttingen. Bis zum folgenden Kraftwerk ist das linke Ufer Vogelschutzgebiet, rechts fahren und erst vor dem Kraftwerk wieder nach links wechseln.

km 1,5 - Kraftwerk Klingnau - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich an einer Betonrampe, links unmittelbar vor dem Kraftwerk. Von dort karrt man mit Bootswagen etwa 200 Meter bis zur Einstiegsstelle. Das Kraftwerk Klingnau ging im Jahr 1935 in Betrieb. Es staut die Aare zum Klingnauer Stausee auf. Dieser ist Naturschutzgebiet und Lebensraum zahlreicher Vogelarten.
km 1 - Eisenbahnbrücke
km 0 - Straßenbrücke, links der Ort Felsenau, danach Mündung der Aare in den Rhein. Der nächste Bahnhof befindet sich bei Waldshut, 1,6 km rechts nach der Mündung.
Fluss zuletzt gepaddelt von 11.05.-20.05.2025. Beschreibung zuletzt bearbeitet am 23.06.2026