Kanuwandern in Österreich

Flussbeschreibungen & Kilometrierungen

Hier sind die Beschreibungen aller österreichischen Flüsse aufgelistet die von Steve bereits gepaddelt wurden. Alle Flussbeschreibungen wurden von Steve verfasst und recherchiert. Am Ende der Flussbeschreibung ist stets vermerkt, wann und bei welchem Pegel der Fluss zuletzt gepaddelt wurde. Sämtliche Flussführer werden laufend aktualisiert. Sollte trotzdem etwas nicht stimmen, freue ich mich über eine Nachricht. Alle Flussbeschreibungen können kostenfrei verwendet werden.


Wildzelten in Österreich

Hinweise zu Zelt- & Campingplätzen

Camp an der Donau
Camp an der Donau

In Österreich war lange Jahre der Wildwassersport vorherrschend. Mehrtägige Wanderfahrten sind erst in den letzten Jahren ein größeres Thema geworden. Im Vergleich zu Deutschland ist die Infrastruktur für Paddler eher spärlich. So sind zum Beispiel Campingplätze an Flüssen in Österreich eine absolute Ausnahme. Auch die Übernachtung bei Kanuvereinen, in Deutschland weit verbreitet, ist in Österreich nur in wenigen Einzelfällen möglich. Auf Grund dieser Tatsachen kommt man auf Mehrtagestouren um wildes Zelten oft nicht herum. Da dies gesetzlich verboten ist, sollte man seine Zeltplätze mit Bedacht wählen. Am besten geeignet sind Sand- und Schotterbänke die direkt am Fluss liegen und somit kein Privateigentum darstellen. An den österreichischen Seen, ist wildes Zelten kaum möglich und auch nicht empfehlenswert. Die Toleranz gegenüber Solo-Campern ist in der Regel größer, als bei großen Gruppen. In Niederösterreich hatte ich in den letzten Jahren mehrmals Ärger mit Jagdaufsehern oder Fischereiaufsichtsorganen. Abschließend bleibt zu sagen, dass Wildzelten in Österreich seit der Corona-Pandemie nicht mehr so unkompliziert möglich ist wie davor.


Gefahren und Hindernisse

Wehre und Kraftwerke an Österreichs Flüssen

Laufkraftwerk an der Traun
Laufkraftwerk an der Traun

Die österreichischen Flüsse sind seit Jahrhunderten vom Menschen kultiviert, genutzt und beeinflusst worden. Im europäischen Durchschnitt weisen diese einen sehr hohen Verbauungsgrad auf. Die Hindernisse dienen hauptsächlich der Energiegewinnung, sowie der Regulierung des Flusslaufs. Längere unberührte und naturbelassene Abschnitte stellen die absolute Ausnahme dar. Auch die "frei fließenden Abschnitte", also jene Abschnitte die nicht gestaut werden, sind in der Regel reguliert und begradigt.

 

Auf österreichischen Flüssen gibt es unzählige Hindernisse die sich Paddlern in den Weg stellen. Neben großen Kraftwerken gibt es eine Vielzahl an kleinen und teilweise schon recht alten Wehren. Vernünftige Ausstiegsmöglichkeiten sind oft nicht vorhanden, von Hinweisschildern ganz zu schweigen. Auch Sohlschwellen sind an fast jedem Fluss zu finden. Einige dieser Hindernisse können bei höheren Wasserständen besonders für uninformierte Paddler zur Todesfalle werden. Das Anbringen von Warnschildern wäre eine sinnvolle Maßnahme, welche allerdings nur in den seltensten Fällen umgesetzt wird.

Sohlschwelle an der Traun
Sohlschwelle an der Traun

Das Umtragen der Hindernisse ist oft sehr mühsam und in einigen Fällen sogar gänzlich unmöglich. Bootsgassen sind in Österreich noch kaum verbreitet und bei den Existierenden ist die Befahrung oft aus "Sicherheitsgründen" verboten. Obwohl diese Schilderungen ziemlich abschreckend klingen mögen, gibt es Flüsse deren Befahrung sich bis heute lohnt. Die Bestrebungen der Zukunft müssen vor allem dahin gehen, diese Gewässer der Natur und den Menschen zu erhalten. Paddler sind in der Verantwortung sich gegenüber Anrainern und Anglern rücksichtsvoll zu verhalten um dies auch von der Gegenseite erwarten zu können.