Flussbeschreibung des Vardar

Informationen für Kanuten & Paddler

Der Vardar (griechisch Axios, albanisch Vardari) ist ein Fluss in Nordmazedonien und Griechenland. Er ist ab Skopje auf einer Strecke von 270 Kilometern befahrbar, möglicherweise auch bereits weiter oberhalb. Unterhalb von Skopje durchfließt der Vardar bis zur Taor Schlucht eine schlammige Ebene. Diese beeindruckende Durchbruchsstrecke soll in den nächsten Jahren im Kraftwerksstau versinken. Der weitere Verlauf unterhalb der Stadt Veles ist geprägt von Landwirtschaft und Schotterabbau. Nächster markanter Punkt ist das Mazedonische Eiserne Tor bei Demir Kapija, eine weitere imposante Schluchtstrecke.

 

Von dort bis zur griechischen Grenze durchfließt der Vardar ein malerisches Tal, wo er sich wie Tagliamento und Piave in einem breiten Schotterbett auffächert. Bei der Stadt Gevgelija passiert der Fluss die Grenze zu Griechenland und heißt ab nun Axios. Es folgt eine letzte Durchbruchsstrecke bevor der Fluss endgültig die Ebene erreicht. Bis zum Delta ist der Axios nun ein langsam fließender Tieflandfluss, an dem vielfach Schotter abgebaut wird. Etwa 10 Kilometer vor der Mündung beginnt das Axios Delta, ein absolutes Naturparadies. Nachdem er sich in mehrere Arme aufgefächert hat, ergießt sich der Fluss 30 Kilometer westlich der Stadt Thessaloniki ins Ägäische Meer.


Flusskarte des Vardar

Hinweise zur Verwendung der Karte

Mit einem Klick auf das Google Icon rechts, könnt ihr eine von mir erstellte Flusskarte des Vardar aufrufen. Diese Karte ist digital und basiert auf Google Maps. Darauf könnt ihr euch den Flussverlauf im Detail ansehen, sowie Wehre und Umtragungswege aus der Vogelperspektive betrachten. Sämtliche der in der Kilometrierung erwähnte Hindernisse sind in der Karte eingezeichnet. Die Umtragungswege sind als grüne Linien markiert. Sollte euch auffallen dass die Karte Fehler enthält, schreibt mir eine Nachricht und ich werde sie korrigieren.


Wo setze ich am besten ein?

Infos zu Einstiegsstellen und Anreise

Steinbrücke am Vardar in Skopje
Steinbrücke am Vardar in Skopje

Der Vardar kann ab Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens befahren werden. Theoretisch ist es auch möglich weiter oben einzubooten, über diese Strecke ist mir allerdings nichts bekannt. Skopje ist mit dem Zug oder auch mit dem Flugzeug erreichbar. Wir sind mit Austrian Airlines von Wien nach Skopje geflogen. Am Flughafen haben wir uns von unserem Vermieter "Luxury Skopje Apartments" abholen lassen. Sowohl den Vermieter als auch seinen Shuttleservice können wir wärmstens weiter empfehlen. Vom Apartment sind es nur 100 Meter Fußmarsch bis zum Vardar. Ein großes Einkaufszentrum liegt in Marschweite. Allerdings ist der Abschnitt von Skopje bis zur Taor Schlucht landschaftlich nicht übermäßig interessant. Möchte man die Stadt nicht besichtigen bietet es sich an, erst in Zelenikovo, vor der Taor Schlucht zu starten. Dieser Ort verfügt über eine Bahnstation, Züge verkehren jedoch nur sporadisch.


Wie weit kann ich fahren?

Infos zu Ausstiegsstellen und Heimreise

Tourende im Axios Delta
Tourende im Axios Delta

Der Vardar ist von Skopje bis zu seiner Mündung ins Ägäische Meer befahrbar. Die Länge der Gesamtstrecke beträgt etwa 270 Kilometer. Der Fluss wird fast durchgehend von der Bahn begleitet, wodurch man die Fahrt auch auf einzelne Etappen aufteilen und jederzeit beenden kann. Züge verkehren jedoch nur sporadisch. Der griechische Abschnitt ist dagegen nur sehr schlecht an den öffentlichen Verkehr angebunden. Paddelt man den Axios bis ins Meer, findet man wenige Kilometer westlich der Mündung einen kleinen Hafen. Von dort kann man sich mit dem Taxi nach Thessaloniki bringen lassen. Ein guter Ansprechpartner dafür ist der Taxifahrer Giorgos Vasileiadis, welcher im nahe gelegenen Chalastra wohnt. Tel.: 0030 6981 582 759. Dieser hat von dort nach Thessaloniki und weiter zum dortigen Flughafen gebracht.


Wie kann ich die Grenze überqueren?

Infos zur Grenze Mazedonien-Griechenland

Mit Bootswagen über die Grenze
Mit Bootswagen über die Grenze

Der Vardar überquert bei Gevgelija die Grenze von Nordmazedonien nach Griechenland. Dabei handelt es sich um eine EU-Außengrenze welche legal nur über einen Grenzübergang, nicht aber über den Fluss überquert werden kann. Möchte man die Grenze legal überqueren ist es obligatorisch davor auszubooten und mit Bootswagen über Schotterwege entlang der Autobahn zu karren. Dort passiert man zuerst den mazedonischen, sowie anschließend den griechischen Grenzposten. Anschließend karrt man über Feldwege wieder zum Fluss zurück. Die Gesamtstrecke der Umtragung beträgt etwa 5,6 Kilometer, ein geländegängiger Bootswagen ist unbedingt erforderlich. Möglicherweise kann die Grenze auch illegal über den Fluss passiert werden, ohne dass dies kontrolliert wird. Austesten wollten wir dies nach der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 allerdings nicht.


Wo kann ich zelten & einkaufen?

Infos zu Zelt- und Einkaufsmöglichkeiten

Kiesbankcamp am Vardar
Kiesbankcamp am Vardar

Startet man die Fahrt in Skopje, liegt unmittelbar am Vardar das große Einkaufszentrum "Vero Center." Dort bekommt man sowohl Proviant und chlorfreies Trinkwasser, als auch Daten-Wertkarten fürs Handy im örtlichen T-Mobile Shop. Am weiteren Vardar liegen immer wieder größere Orte oder Städte, in denen man Proviant und Trinkwasser nachkaufen kann. Jedoch bietet es sich auch hier an bei Gelegenheit ordentlich Proviant einzukaufen. Besonders am griechischen Abschnitt des Flusses ist die Versorgung schwierig. Das Leitungswasser sollte in beiden Ländern nur getrunken werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Dieses ist oft stark mit Chlor versetzt. Entlang des Flusses findet man immer wieder schöne Zeltplätze. Lediglich von Skopje bis zur Taor Schlucht sind gute Stellen Mangelware, da die Ufer verwachsen und verschlammt sind. Offizielle Campingplätze sucht man am Vardar vergeblich.


Worauf muss ich acht geben?

Infos zu Gefahren und Hindernissen

Blick auf den Tunnelkatarakt
Blick auf den Tunnelkatarakt

Am mazedonischen Teil des Vardar gibt es noch keine Kraftwerke, allerdings sind zahlreiche geplant. Der Fluss ist wassertechnisch nicht besonders schwierig und erreicht WW St. II nur in der Taor Schlucht und am Eisernen Tor. Einzig der Tunnelkatarakt erreicht WW St. III-IV, diesen sollte man mit Wanderbooten besser treideln oder übers Ufer umtragen. Am griechischen Abschnitt existieren zwei Wehre, die jedenfalls umtragen werden müssen, den Ellis-Damm und das Steinkastenwehr. Für ersteren sollte man jedenfalls einen Bootswagen mit sich führen. Wassertechnisch besteht der griechische Flussabschnitt ausschließlich aus Zahmwasser. Am ganzen Flusslauf wird immer wieder Schotter abgebaut, daher muss vor allem auf potentielle Röhrendämme acht gegeben werden. Auf Grund seiner Abgelegenheit ist der Vardar ein Fluss für fortgeschrittene Paddler, ein Fluss für Anfänger ist er definitiv nicht.


Kilometrierung des Vardar / Axios

Von Skopje bis zur Ägäis (ca. 269,5 km) WW St. I-II (IV)

km 269,5 - Fußgängerbrücke "Steinerne Brücke", links der alte Basar, Skopje (mazedonisch Скопје, albanisch Shkupi/Shkup) ist die Hauptstadt Mazedoniens und mit über 530.000 Einwohnern zugleich die größte Stadt des Landes.

km 269,4 - Straßenbrücke "Brücke der Völker in Mazedonien"

km 269,2 - Fußgängerbrücke "Kunstbrücke"

km 269,1 - Straßenbrücke

km 268,8 - Straßenbrücke "Mutter-Theresa-Brücke", potentielle Einstiegsstelle über Treppen am linken Ufer.

km 268,1 - Straßenbrücke, rechts davor Treppen zum Ausstieg um die folgende Sohlschwelle zu besichtigen.

km 268 - Eisenbahnbrücke, darunter Reste von zerstörter Brücke, jedoch problemlos auf der rechten Seite fahrbar.

Sohlschwelle Prima Danza
Sohlschwelle Prima Danza

km 267,8 - Sohlschwelle "Prima Danza" - 300 Meter davor rechts vor der Straßenbrücke zur Besichtigung anlangen. Ausstieg vor der Sohlschwelle schwierig, auf Grund senkrechter Böschung. Je nach Wasserstand kann dieses Hindernis rückläufig oder fahrbar sein. Bei unserer Befahrung war es auf der rechten Seite problemlos befahrbar. Ende des inneren Stadtgebietes von Skopje.

km 267,5 - Straßenbrücke, links Roma-Siedlung.

km 266,4 - Straßenbrücke - Links davor Treppen um die folgende Sohlschwelle zu besichtigen.

Sohlschwelle Aerodrom
Sohlschwelle Aerodrom

km 266,3 - Sohlschwelle "Aerodrom" - 100 Meter davor links vor der Straßenbrücke zur Besichtigung anlanden. Ausstieg vor der Sohlschwelle schwierig auf Grund verwachsener Böschung. Das Hindernis ist bei ausreichendem Wasserstand in der Mitte fahrbar. Reicht der Wasserstand dazu nicht aus kann es möglicherweise entlang der Ufer getreidelt werden. Ein Umtragen ist auf Grund der verwachsenen Böschungen extrem mühsam.

km 264,9 - Niedrige Sohlrampe, problemlos fahrbar.

km 264,7 - Niedrige Sohlrampe, problemlos fahrbar.

km 264,1 - Niedrige Sohlrampe, problemlos fahrbar.

km 263,4 - Straßen- & Eisenbahnbrücke, darunter Schwall, rechts fahren. Der Vardar mäandert bis zur Taor Schlucht gemächlich durch eine eher eintönige Gegend. Der Fluss ist reguliert, seine Ufer sind verwachsen, schlammig und vermüllt.

km 258,5 - Eisenbahnbrücke

km 258 - Straßenbrücke R1106

km 257,9 - Sohlschwelle Jurumleri - Mitte gut fahrbar, Besichtigung übers Ufer schwierig da sehr verwachsen. Bei Niedrigwasser eventuell treideln erforderlich.

km 246,9 - Straßenbrücke, rechts der Ort Oreshani mit Bahnstation, links der Ort Taor. Empfehlenswerte Einstiegsstelle links vor der Brücke, wenn man sich die Hindernisse im Stadtgebiet von Skopje sparen möchte.

km 239,9 - Straßenbrücke, rechts der Ort Zelenikovo mit mehreren Supermärkten und Bhf; ebenfalls potentielle Einstiegsstelle, jedoch stark verwachsene und steile  Ufer.

km 236,8 - Links der Ort Novo Selo, Beginn der eindrucksvollen Taor Schlucht. Diese ist wassertechnisch vergleichsweise einfach, die Schwälle erreichen maximal WW St. II. Sie ist vergleichbar mit der oberen Salza ab Gusswerk. Einzige Ausnahme bildet der Tunnelkatarakt, welcher mit Wanderbooten umtragen werden muss. Im Notfall ist es zwar möglich die Schlucht zu Fuß zu verlassen, dies ist jedoch stellenweise mit erheblichem Aufwand verbunden. Daher am besten in der Gruppe fahren und Ersatzpaddel mit sich führen.

km 234,6 - Pfeiler einer abgetragenen Brücke, Beginn der Schwallstrecken, immer wieder große Inseln, oft mehrere Linien möglich.

km 227,6 - Fußgänger-Hängebrücke

km 227,3 - Links Mündung des Pčinja, 126 km langer Nebenfluss.

km 221,4- Fußgänger-Hängebrücke, ab nun scharf links halten um den Ausstieg vor dem Tunnelkatarakt nicht zu verpassen, besonders bei Hochwasser!

Ausstieg Tunnelkatarakt
Ausstieg Tunnelkatarakt

km 220,5"Tunnelkatarakt" - Links zur Besichtigung anlanden. Am rechten Ufer verschwindet die Eisenbahn unmittelbar vor dem Schwall in einem Tunnel, wodurch die Stelle ihren Namen erhielt. Der Tunnelkatarakt liegt je nach Wasserstand bei Wildwasserstufe III-IV. Er ist 100 Meter lang und kann bei Niedrigwasser mit einer langen Leine über ein Felsband am linken Ufer getreidelt werden. Bei höheren Wasserständen ist dies gefährlich oder gänzlich unmöglich. Dann muss der Katarakt linksufrig über einen kleinen Bergfad mühsam umtragen werden. Bei höheren Wasserständen besteht ein starker Sog zum Katarakt, jedenfalls bald genug anlanden! Die wassertechnischen Schwierigkeiten nehmen nun stetig ab.

km 214,4 - Straßenbrücke, Ende der Taor Schlucht.

km 212,3 - Sohlschwelle Veles - Ganz rechts durch einen Durchlass problemlos fahrbar.

km 211,5 - Beginn einer Insel, rechts Ein- & Ausstiegsmöglichkeit in öffentlichem Park wenn die Fahrt in Veles beendet oder begonnen wird. Von dort 700 m Fußmarsch zum Bhf. von Veles. Ab Veles wird der Vardar zum reinen Wanderfluss und kann auch im Faltboot problemlos befahren werden.

km 210,2 - Eisenbahnbrücke, Beginn des Stadtgebietes von Veles, mit 43.000 Ew. eines der Wirtschaftszentren Nordmazedoniens. Hier befindet sich heute die größte Butterfabrik des Landes und eine Zinkfabrik. Bis zum Zerfall Jugoslawiens trug sie zu Ehren Titos den Namen "Titov Veles."

km 209,7 -  Straßenbrücke R1312

km 209,5 - Fußgängerbrücke, rechts gute Ausstiegsstelle über Strand. Am rechten Ufer befinden sich zwei Supermärkte unmittelbar an der Brücke.

km 209,3 - Straßenbrücke, davor provisorische Slalom-Strecke, leichte Stromschnellen, problemlos befahrbar.

km 208,8 - Ende des Stadtgebietes von Veles, Beginn einer großen Insel. Ab hier immer wieder Schotterabbau entlang des Flusses. Vorsicht auf etwaige Röhrendämme und andere temporäre Hindernisse!

km 205,1 - Rechts Mündung der Babuna.

km 202,6 - Autobahnbrücke E75 / A1

km 199 - Straßenbrücke, davor verfallene Sohlschwelle, Mitte links fahrbar.

km 189,9 - Straßenbrücke, darunter Schwall, mitte rechts problemlos fahrbar. Links der Ort Nogaevtsi.

km 182 - Straßenbrücke, rechts der Ort Gradsko, links der Ort Ulanci. Hinter der Brücke große Insel.

km 181,2 - Sohlschwelle Gradsko - Mitte problemlos fahrbar.

km 175,9 - Rechts Mündung der Crna Reka, knapp 200 km langer Nebenfluss. Das Crna-Schwemmgebiet in den Crna-Sümpfen östlich von Bitola war bis zu seiner Trockenlegung 1959 ein bedeutendes Sumpfgebiet und Brutgebiet von hunderten von Krauskopfpelikanen, Rosapelikanen und anderen Wasservögeln.

km 161,8 - Straßenbrücke

Sohlschwelle Krivolak
Sohlschwelle Krivolak

km 160,2 - Sohlschwelle Krivolak - Rechts zur Besichtigung anlanden. Hinter der Sohlschwelle befindet sich eine kleine Insel. Links der Insel befindet sich eine freie Durchfahrt über welche sich die Schwelle problemlos befahren lässt. Alternativ lässt es sich auf der rechten Seite über einen seichten Bereich treideln. Die linke Seite der Stufe ist verblockt und steinig.

km 156 - Straßenbrücke R1103, aktuell Baustelle, nur die rechten drei Joche fahrbar. (Stand: Mai 2019) Bitte informiert mich über den Stand der Bauarbeiten wenn ihr den Fluss befahrt.

km 147,1 - Straßenbrücke, ab hier bereits links halten um das Wehr Negotino zu besichtigen.

Wehr Negotino
Wehr Negotino

km 146,4 - Wehr Negotino - Links zur Besichtigung anlanden. Dieses Wehr dient nur der Einleitung von Kühlwasser ins daneben liegende Wärmekraftwerk. Es verfügt über keinen Höhenunterschied. Sind die Schützen offen kann es problemlos durchfahren werden. Jedoch stets vorher besichtigen, besonders bei höheren Wasserständen. Ob es überhaupt noch verwendet wird ist ungewiss.

km 142,4 - Links der Ort Bistrencsi mit Minarett und Kirche, rechts großes Schotterwerk.

km 135,8 - Straßenbrücke, links in 1,2 km Entfernung der Ort Koreshnica, am Hang gelegen.

km 132,7 - Autobahnbrücke E75 / A1, rechts dahinter Mündung des Bosavica & in 500 m Entfernung die Stadt Demir Kapija mit Supermarkt und Bahnhof. Es folgt der Portalschwall zum Eisernen Tor, dieser zieht nach links auf eine Prallwand. Danach weitere Schwälle bis WW St. II bis zur folgenden Brücke.

km 130,8 - Autobahnbrücke E75 / A1, ab hier keine wassertechnischen Schwierigkeiten mehr bis zur Mündung. Der Vardar durchfließt nun ein enges Tal mit saftigen grasbewachsenen Ufern.

km 121,3 - Pfeiler einer abgetragenen Brücke.

km 111,8 - Straßenbrücke P110, es beginnt ein sehr schöner Abschnitt des Vardar. Der Fluss mäandert durch ein breites Schotterbett mit zahlreichen Inseln. Bei gutem Wetter kann man die Bergkette sehen, welche die Grenze zwischen Nordmazedonien und Griechenland bildet.

km 101,7 - Straßenbrücke

km 96,7 - Rohrleitungsbrücke, rechts Rinderfarm.

km 89,8 - Links der Ort Gjavato.

km 83,8 - Straßenbrücke

km 83,6 - Autobahnbrücke E75 / A1

km 83,5 - Straßenbrücke, rechts die Stadt Gevgelija mit Einkaufsmöglichkeiten und Bahnhof. Die Stadt erlangte durch die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 traurige Berühmtheit. Möchte man die Grenze zu Griechenland nicht zu Fuß überqueren, muss die Fahrt hier beendet werden. Allerdings sind mir keine guten Ausstiegsstellen bekannt. Falls ihr welche kennt, bitte schickt mir eine Nachricht.

km 82,9 - Rechts Mündung der Konska.

km 82,6 - Links Einfahrt in schmalen Nebenarm, beste Ausstiegsstelle wenn man die Grenze mit Bootswagen umkarren möchte.

km 81,2 - Grenze Mazedonien - Griechenland. Der Vardar heißt ab nun Axios. Die Grenze kann auf dem Fluss nicht legal überquert werden. Mann muss davor ausbooten und mit dem Bootswagen über Schotterwege hinauf zur Autobahn, dort die beiden Kontrollpunkte passieren, und anschließend auf griechischer Seite wieder hinunter zum Fluss karren. Für die etwa 5,6 Kilometer lange Strecke ist ein geländegängiger Bootswagen unabdingbar. An der Grenze können Proviant und Trinkwasser aufgestockt werden.

km 79,2 - Straßenbrücke, beste Einstiegsstelle nachdem man die Grenze mit Bootswagen passiert hat. Der Axios durchfließt nun eine letzte Durchbruchsstrecke, landschaftlich hübsch, ausschließlich Zahmwasser.

km 75,7 - Eisenbahnbrücke

km 65 - Zerstörtes Wehr - Rechts über Durchlass problemlos fahrbar. Der Axios tritt nun hinaus in die Ebene und lässt die Berge endgültig hinter sich. 

km 63,3 - Eisenbahnbrücke

km 61,6 - Zerstörtes Wehr - Über breiten Durchlass problemlos fahrbar.

km 61,1 - Straßenbrücke, links in 1,5 km Entfernung die Stadt Polikastro - Πολύκαστρο, rechts in 1,2 km Entfernung die Stadt Axioupoli - Αξιούπολη. Ab hier immer wieder Schotterabbau am Axios. Vorsicht auf Röhrendämme und andere temporäre Hindernisse!

km 47,9 - Links in 900 m der Ort Aspros - Άσπρος, hinter Bewässerungskanal gelegen.

km 44,8 - Links in 850 m der Ort Axiochori - Αξιοχώρι, hinter Bewässerungskanal gelegen.

km 40,5 - Beginn einer 3,3 Kilometer langen Insel, links in 900 m Entfernung der Ort Akropotamos - Ακροπόταμος, mit Einkaufs- & Einkehrmöglichkeiten.

km 37,2 - Ende der Insel, Zusammenfluss der beiden Arme.

km 34,6 - Straßenbrücke

km 34,5 - Straßenbrücke

km 32,4 - Links Abzweigung eines Flussarmes welcher zum linken Wehr am Ellis Damm führt. Im rechten Arm weiterfahren, dort ist das Umtragen am Kraftwerk einfacher.

Ellis Damm, rechtes Wehr
Ellis Damm, rechtes Wehr

km 30,1 - Kraftwerk Eleousa "Ellis Damm" - Φραγμα Αξιου - Rechts umtragen. Der Ellis Damm erstreckt sich über eine Breite von 1132 Metern, er ging 1958 in Betrieb. Auf beiden Seiten befinden sich Wehre, wo jeweils ein Bewässerungskanal abzweigt. Die Kanäle dienen zur Bewässerung großer Reisfelder. Am westlichen Ende des Damms ist seit 2008 das Kleinwasserkraftwerk Eleousa in Betrieb. Der Ellis Damm lässt sich einfach übers rechte Ufer mit Bootswagen umkarren, etwa 800 Meter Fußmarsch.

km 28,8 - Zusammenfluss der beiden Flussarme nach dem Ellis Damm.

km 27,2 - Straßenbrücke 1

km 26,8 - Zerstörte Straßenbrücke

km 22,2 - 2 x ehemalige Eisenbahnbrücke, ganz rechts halten um den Ausstieg vor dem dahinter liegenden Wehr nicht zu verpassen. Vorsicht besonders bei höheren Wasserständen!

Steinkastenwehr
Steinkastenwehr

km 22,1 - Brückenwehr "Steinkastenwehr" aus zwei meterhohen, aufeinander folgenden Stufen. - Ganz rechts zur Besichtigung anlanden. Die Stufen lassen sich bei Niedrigwasser an einer trocken liegenden Stelle überheben. Bei Hochwasser ist dagegen Vorsicht geboten! In diesem Fall muss das Wehr extrem mühsam übers verwachsene Ufer umgetragen werden. Vorsicht beim Treideln auf abstehende Drähte und Bauschrott!

km 22 - Eisenbahnbrücke

km 19,8 - Straßenbrücke, hier wurde in den 1930er Jahren das alte Flussbett des Vardar abgeschnitten. Der Fluss mündete ursprünglich 15 Kilometer weiter östlich, unmittelbar gegenüber von Thessaloniki ins Meer. Durch das vom Vardar mitgebrachte Sediment verlandete die Mündung immer mehr, wodurch die Einfahrt in den Hafen von Thessaloniki gefährdet wurde. Deshalb wurde die Mündung an die heutige Position verlegt.

km 18 - Links in 1 km Entfernung die Stadt Anatoliko - Ανατολικό.

km 13,2 - Straßenbrücke, links die Stadt Chalastra - Χαλάστρα, rechts der Ort Kymina - Κύμινα. Möchte man nichts ins Delta fahren, kann die Fahrt links vor der Brücke beendet werden. Von dort 2 km Fußmarsch nach Chalastra. Von dort Busse oder Taxis nach Thessaloniki.

km 11,7 - Autobahnbrücke 1 / E75, der Axios tritt nun in sein Delta ein. Im Auwald entlang des Axios lebt eine der bedeutendsten gemischten Vogelkolonien Griechenlands und Europas. Darüber hinaus findet sich hier die größte Population der Griechischen Landschildkröte in Europa.

km 3,7 - Links Abzweigung des östlichen Mündungsarms, der Axios gliedert sich in ein umfangreiches Delta mit mehreren Mündungsarmen auf.

km 0 - Mündung des Axios ins Ägäische Meer. Unmittelbar an der Mündung gibt es keine Möglichkeit die Fahrt zu beenden. Man kann entweder 32 Kilometer östlich der Küste entlang nach Thessaloniki paddeln, oder im Hafen des Axios Nationalparks die Fahrt beenden. Dort findet man eine gute Ausstiegsstelle. Von dort kann man sich per Taxi für etwa 30 Euro nach Thessaloniki bringen lassen. Ein guter Ansprechpartner ist der Taxifahrer Giorgos Vasileiadis, welcher in Chalastra wohnt. Tel.: 0030 6981 582 759.


Flusswandern auf dem Vardar

Von Skopje bis zur Mündung ins Ägäische Meer

Fluss zuletzt gepaddelt im Mai 2019. Beschreibung zuletzt bearbeitet am 14.05.2019

Zum Vardar sind mir keine Pegel bekannt, informiert mich wenn ihr welche kennt.