Flussbeschreibung der Etsch

Informationen für Kanuten & Paddler

Die Etsch ist mit einer Wasserführung von 235 m³/s der viertgrößte Fluss Italiens (nach Po, Ticino und Tiber), sowie nach Länge der zweitlängste (nach dem Po). Sie entspringt in den Bergen Südtirols. In dieser Region durchfließt durchfließt die Etsch ein breites Tal, das vor allem vom Obstanbau geprägt ist. In Salorno überquert der Fluss die Grenze zum Trentino, ab hier dominiert der Weinanbau. Mit dem erreichen der Region Venetien lässt die Etsch die Berge hinter sich und durchfließt eine letzte Durchbruchstrecke, die Veroneser Klause. Unterhalb von Verona schlängelt sich der Fluss durch die Weiten der Po-Ebene. Am nördlichen Rand des Po Deltas, mündet die Etsch schließlich in die Adria.


Flusskarte der Etsch

Hinweise zur Verwendung der Karte

Mit einem Klick auf das Google Icon rechts, könnt ihr eine von mir erstellte Flusskarte der Etsch aufrufen. Diese Karte ist digital und basiert auf Google Maps. Darauf könnt ihr euch den Flussverlauf im Detail ansehen, sowie Wehre und Umtragungswege aus der Vogelperspektive betrachten. Sämtliche der in der Kilometrierung erwähnte Hindernisse sind in der Karte eingezeichnet. Die Umtragungswege sind als grüne Linien markiert. Sollte euch auffallen dass die Karte Fehler enthält, schreibt mir eine Nachricht und ich werde sie korrigieren.


Wo setze ich am besten ein?

Infos zu Einstiegsstellen und Anreise

Einstiegsstelle bei Lana Burgstall
Einstiegsstelle bei Lana Burgstall

Die Etsch ist ab Lana Burgstall für Wanderboote fahrbar. Es bietet sich an bei km 331,9 an der Bahnstation "Lana-Postal" einzubooten. Diese erreicht man von Bozen in etwa 30 Minuten per Regionalzug. Natürlich kann die Fahrt auch weiter unterhalb gestartet werden. Die Etsch wird bis Verona mehr oder weniger durchgehend von der Bahn begleitet. Die Stationen welche direkt am Fluss liegen, können der Kilometrierung unterhalb entnommen werden.


Wie weit kann ich fahren?

Infos zu Etappenplanung und Heimreise

Ende einer Tour in Verona
Ende einer Tour in Verona

Der interessanteste Teil der Etsch ist der 180 Kilometer lange Abschnitt von Lana Burgstall bis Verona. Die Etsch durchfließt ein breites Tal mit hohen Bergen auf beiden Seiten. Von Lana Burgstall bis zum Kraftwerk Mori ist der Fluss relativ stark reguliert, und mit dem Tiroler Inn von Mötz bis Kufstein vergleichbar. Ab Mori ist die Regulierung nicht mehr so stark und es finden sich immer wieder naturnahe Abschnitte. Kurz vor Verona passiert die Etsch ihre letzte Durchbruchstrecke, die Veroneser Klause. Dahinter tritt der Fluss in die Po-Ebene aus und die hohen Berge gehen in eine flache Landschaft über. Ab Verona lässt die Strömung weiterhin nach und die Etsch wird zunehmend unspektakulär. Wer nicht bis zum Meer paddeln möchte sollte spätestens in Verona die Fahrt beenden.

 

Unterhalb von Verona ist die Etsch ein Strom der Tiefebene und ähnelt dem unteren Po. In der Stadt Legnago bei km 96,8 befindet sich der letzte am Fluss liegende Bahnhof. Unterhalb von Legnano ist die Etsch durchgehend kanalisiert und zudem beinahe strömungslos.


Wo kann ich zelten & einkaufen?

Infos zu Zelt- und Einkaufsmöglichkeiten

Inselcamp hinter Ala
Inselcamp hinter Ala

Die Etsch durchfließt ein sehr dicht besiedeltes Tal, an ihr befinden sich zahlreiche kleine Orte und Städte. Einkaufsmöglichkeiten gäbe es genügend, diese sind jedoch häufig nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen. Da die Etsch stark reguliert ist, kann das Flussbett in vielen Fällen auf Grund senkrechter Steilufer nur schlecht oder gar nicht verlassen werden. Man sollte sich daher ausreichend mit Trinkwasser und Proviant eindecken. Auch mit den Zeltplätzen sieht es bis zum Kraftwerk Mori äußerst schlecht aus. Die Etsch wird durchgehend von der Autobahn und von Radwegen begleitet, was die Zeltplatzsuche zur Herausforderung werden lässt. Ab Mori ist der Fluss nicht mehr so stark reguliert und es finden sich immer wieder schöne Plätze. Offizielle Campingplätze gibt es an der Etsch keine.


Worauf muss ich sonst noch achten?

Kraftwerke und sonstige Gefahren

Umtragung am Kraftwerk Mori
Umtragung am Kraftwerk Mori

Obwohl die Etsch auf weiten Strecken aus Zahmwasser besteht, würde ich sie nicht als Anfängerfluss bezeichnen. Der Abschnitt von Lana Burgstall bis zum Kraftwerk Mori ist wassertechnisch noch relativ einfach und besteht fast ausschließlich aus schnellen Zahmwasserpassagen und einzelnen leichten Schwällen. Ab Mori steigert sich die Schwierigkeit erheblich und der Fluss erreicht bis Verona immer wieder WW St. II. Die Wassertemperatur ist auch im Sommer relativ niedrig, was den Einsatz von Neopren oder Trockenkleidung sinnvoll erscheinen lässt. Bei einer Kenterung kommt man auf Grund der schnellen Strömung nicht immer sofort aus dem Wasser.

 

Von Lana Burgstall bis Verona gilt es drei Kraftwerke zu umtragen. Dabei handelt es sich um große Staustufen mit Ausleitungskanälen. Diese lassen sich mit Bootswagen mehr oder weniger einfach umtragen. Abgesehen davon gibt es zwei Brückenwehre, die je nach Wasserstand fahrbar sind, oder ebenfalls umtragen werden müssen. Auf der Etsch sollte man sein Lager mindestens einen Meter über dem Fluss aufbauen, da der Wasserstand beachtlichen Schwankungen unterworfen ist.


Kilometrierung der Etsch

Von Lana Burgstall bis Verona (ca.180 km) WW. St I-II

km 331,9 - Fußgängerbrücke, links die Bahnstation 

"Lana-Postal." Links vor der Straßenbrücke Einstiegsmöglichkeit über Rampe. Obwohl sich die Einstiegsstelle unmittelbar am Bhf. befindet müssem 500 m zu Fuß gegangen werden, da die Gleise nicht überschritten werden können. Auf den folgenden Kilometern leichte Schwälle und flotte Strömung, WW St. I.

km 328,3 - Straßenbrücke, rechts der Bhf. "Gargazon."

km 325,2 - 2 x Straßenbrücke, links dahinter Einstiegsstelle & der Bhf. Vilpian-Nals.

km 321,8 - Straßenbrücke, links der Ort Terlan mit Bhf. in 800 m.

km 320,8 - Straßenbrücke SP11, links die Burgruine Maultasch aus dem 13. Jhdt.

km 319,1 - Straßenbrücke

km 315,4 - Straßenbrücke SS42

km 314,6 - Straßenbrücke, links davor der Bhf. Sigmundskron.

km 314,2 - Straßenbrücke, rechts davor auf Anhöhe das Schloss Sigmundskron aus dem 10. Jhdt. Die Ruine beherbergt heute das vierte Bergmuseum des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner.

km 313,5 - Straßenbrücke SS38, darunter Schwall, WW St. II, mittig problemlos fahrbar. Bis zur Eisack-Mündung weitere leichte Schwälle.

km 312,2 - Straßenbrücke

km 309,9 - Straßenbrücke

km 309,1 - Fußgängerbrücke, links Mündung des Eisack. Dieser ist nach der Etsch der zweitlängste Fluss Südtirols. Bei seiner Mündung führt er mehr Wasser als die Etsch, in welche er mündet. Der Eisack ist fahrbar ab Bozen bis zur Etsch auf einer Länge von etwa 8 km, durchgehend WW St. II. Ab der Eisack Mündung verläuft die Brenner Autobahn A22 parallel zur Etsch.

km 308,6 - Straßenbrücke

km 306,8 - Rohrleitungsbrücke

km 306,6 - Autobahnbrücke A22

km 305,7 - Straßenbrücke SP62, links der Pegel Branzoll, der gleichnamige Ort befindet sich in einiger Entfernung landeinwärts.

km 299,8 - Straßenbrücke SP62

km 298,5 - Eisenbahnbrücke, darunter Schwall, Mitte problemlos fahrbar.

km 298,4 - Straßenbrücke SP127

km 296,5 - Rohrleitungsbrücke, links davor Mündung des Rio Lusina.

km 295,5 - Straßenbrücke SP16

km 293,7 - Straßenbrücke, links der Ort Neumarkt mit günstig gelegenen Supermarkt. Ausstieg rechts nach der Brücke.

km 293,2 - Rohrleitungsbrücke

km 290,2 - Links Mündung eines Kanals, rechts halten.

km 289,9 - Straßenbrücke, rechts die Bahnstation "Margreid-Kurtatsch."

km 287,9 - Fußgängerbrücke

km 284,3 - Straßenbrücke, links der Ort Salorno, rechts die gleichnamige Bahnstation. Hier endet die Region Südtirol und es beginnt das überwiegend italienisch geprägte Trentino. Die Salurner Klause gilt traditionell als deutsch-italienische Sprachgrenze.

km 277,2 - Straßenbrücke

km 275,8 - Straßenbrücke, rechts und links der Ort San Michele.

km 275,4 - Fußgängerbrücke

km 275,3 - Eisenbahnbrücke

km 274,9 - Eisenbahnbrücke, darunter Schwall, im mittleren oder linken Bogen gut fahrbar.

km 274,4 - Rechts Mündung des Großen Kalterer Grabens. Dieser verbindet die Etsch mit dem Kalterer See.

km 271,9 - Straßenbrücke, links die Bahnstation "Nave S. Felice."

km 271 - Rohrleitungsbrücke

km 270,8 - Autobahnbrücke A22

km 270,6 - Straßenbrücke

km 268,5 - Straßenbrücke SP235

km 268,3 - Rechts Mündung des Torrente Noce, wasserreicher, 105 Kilometer langer Fluss aus dem Nonstal.

km 265,6 - Links Mündung des Avisio, 89 km langer Nebenfluss.

km 260,7 - Autobahnbrücke A22

km 260,5 - Rohrleitungsbrücke

km 260 - Straßenbrücke SS12

km 259,6 - Straßenbrücke "Ponte S. Giorgio"

km 258,8 - Straßenbrücke "Ponte S. Lorenzo." Links Trento (dt. Trient), die Hauptstadt der Region Trentino - Südtirol mit 117.000 Einwohnern. Die Region zählt nicht zuletzt wegen ihrer weitreichenden Autonomie zu den wohlhabendsten Italiens. Vor der Brücke links Ausstiegsmöglichkeit über Treppen.

km 257,6 - Fußgängerbrücke

km 256,8 - Straßenbrücke SS12

km 256 - Straßenbrücke

km 255,6 - Links Mündung des Torrente Fersina.

km 254,7 - Rohrleitungsbrücke

km 254,5 - Straßenbrücke

km 251,7 - Straßenbrücke SP21

km 244,2 - Straßenbrücke

km 243,2 - Rohrleitung

km 241,6 - Fußgängerbrücke, Mitte oder rechts fahren.

km 241,4 - Straßenbrücke, rechts der Ort Nomi.

km 238,6 - Rohrleitungsbrücke

km 237,5 - Straßenbrücke, rechts der Ort Villa Lagarina.

km 234,2 - Straßenbrücke

km 233,7 - Straßenbrücke, links die Stadt Rovereto, früher bekannt für seine Seidenmanufakturen. Das historische Zentrum ist sehr sehenswert, befindet sich allerdings 2 Kilometer vom Fluss entfernt.

km 233,4 - Links Ausstieg über steinerne Rampe, Café & Restaurant in 300 m.

km 233,3 - Links Mündung des Torrente Leno.

km 233,2 - Links kleines "Hafenbecken" mit Rampe und Radler-Rastplatz.

km 231,3 - Rohrleitungsbrücke

km 231,2 - Autobahnbrücke A22

km 231 - Rechts Portal des Etsch-Gardasee Tunnels. Über diesen Tunnel kann bei Hochwasser ein Teil des Wassers der Etsch in den Gardasee geleitet und so eine Überflutung Veronas verhindert werden. Da das Wasser der Etsch wesentlich kälter und schmutziger als das des Gardasees ist, wirkt sich ein Öffnen des Tunnels negativ auf die Ökologie des Sees aus. Seit seiner Errichtung im Jahre 1959 wurde er daher erst 10 Mal verwendet. Um den Pegel des Gardasees um einen Zentimeter zu erhöhen, muss der Tunnel 3.700.000 Kubikmeter Wasser abgeben.

km 230,5 - Straßenbrücke SS240

Kraftwerk Mori
Kraftwerk Mori

km 230 - Kraftwerk "Diga di Mori" - Links umtragen. Dazu bereits 300 m vor den Kraftwerk am Linken Ufer ausbooten. An der Ausstiegsstelle befindet sich ein kleines Gebäude, wodurch sie vom Wasser einfach zu erkennen ist. Unmittelbar am Kraftwerk ist das Ausbooten umöglich, man befindet sich in einem umzäunten Weinbaugebiet. Das Hindernis lässt sich mit Bootswagen einfach etwa 430 m umkarren. Ab dem Kraftwerk Mori ist die Etsch nicht mehr so hart reguliert. Es finden sich nun gelegentlich Schotterbänke und sandige Ufer. Die wassertechnischen Schwierigkeiten nehmen zu, Schwälle je nach Wasserstand bis WW St. II.

km 228,5 - Autobahnbrücke A22

km 227,6 - Straßenbrücke

km 227,1 - Rechts Überlauf des Kraftwerkskanals.

km 225,8 - Autobahnbrücke A22, links fahrbar jedoch Pfeiler genau im Stromzug!

km 224,6 - Rechts Mündung eines Baches mit Schwemmkegel.

km 224,1 - Autobahnbrücke A22, fahrbar jedoch je nach Wasserstand sehr steinig, eventuell treideln.

km 223,9 - Straßenbrücke & Rohrleitungsbrücke, links der Ort Serravalle mit Bhf. & Supermarkt. Jedoch keine Ausstiegsmöglichkeiten.

km 218,5 - Straßenbrücke

km 216,9 - Rechts Mündung des Kanals vom Kraftwerk Mori.

Kraftwerk Ala
Kraftwerk Ala

km 216,2 - Kraftwerk "Diga di Ala" - Links umtragen. Dazu etwa 260 m vor dem Kraftwerk am linken Ufer an geeigneter Stelle ausbooten. Von der Ausstiegsstelle muss man 340 m mit Bootswagen durch einen Weingarten und anschließend hinter das Kraftwerk karren. Alternativ gibt es links unmittelbar vor dem Kraftwerk eine steile Treppe, diese war 2018 jedoch komplett mit Brombeeren zugewachsen. Der Einstieg hinter dem Kraftwerk gestaltet sich mühsam über betonierte Steilböschung. Rechts am Kraftwerk zweigt der Canale Biffis ab. Dieser ist 47 km lang, davon verläuft er 8,5 km im Tunnel. Um ihn zu bauen war es notwendig fast 6 Millionen Kubikmeter Land zu entfernen (650.000 Kubikmeter nur für den Tunnel), er ging 1943 in Betrieb.

km 216 - Autobahnbrücke A22

km 213,4 - Straßenbrücke, links der Ort Avio mit Bhf. Bei Niedrigwasser Steingarten links vor der Brücke.

km 210,6 - Insel in Flussmitte, im linken Arm starker Schwall, im rechten Arm einfache Durchfahrt.

km 208,1 - Straßenbrücke SP11, links der Ort Borghetto mit Bhf.

km 205,9 - Autobahnbrücke A22

km 203,6 - Autobahnbrücke A22

km 204,2 - Rechts Überlauf vom Kraftwerkskanal, danach heftiger Kiesbankschwall, links fahren.

Brückenwehr Rivalta
Brückenwehr Rivalta

km 201,8 - Straßenbrücke, darunter Brückenwehr Rivalta - Links zur Besichtigung anlanden. Die Ausstiegsstelle befindet sich linksufrig, 150 m vor der Brücke, unmittelbar davor ist die Böschung mit Brombeeren zugewuchtert. Bei gutem Wasserstand lässt sich das Wehr durch den ganz linken Brückenbogen befahren. Bei Niedrigwasser oder Unsicherheit, muss es mit Bootswagen übers linke Ufer umkarrt werden. Am rechten Ufer befindet sich der Ort Rivalta. Dort kann bei Bedarf eingekehrt & Trinkwasser nachgefüllt werden.

km 199,8 - Autobahnbrücke A22

km 199,1 - Autobahnbrücke A22

km 195,3 - Autobahnbrücke A22

km 194 - Autobahnbrücke A22

km 188 - Rechts die Festung Forte Rivoli & Beginn der Vernoneser Klause, letzte Durchbruchsstrecke der Etsch. Landschaftlich reizvoll, wassertechnisch ausschließlich Zahmwasser.

km 186 - Links Einkehrmöglichkeit "Trattoria Alla Chiusa."

km 185,8 - Rechts die Presa di Sciorne, sie wurde 1915 in Betrieb genommen und ist der Beginn eines alten Kanalnetzwerks, das etwa 20.000 Hektar Land bewässert.

km 184 - Ende der Veroneser Klause, die Etsch lässt die Berge hinter sich und tritt in die Po-Ebene aus, links der Ort Gaium, großes Industriegebiet.

km 183,4 - Rechts Überlauf des Canale Biffis.

km 180,5 - Straßenbrücke SP33a

km 173,9 - Straßenbrücke

km 172,7 - Straßenbrücke SS12

km 172,3 - Straßenbrücke, links der Ort Pescatina.

km 168,4 - Straßenbrücke

km 164,3 - Eisenbahnbrücke

km 162 - Rechts Mündung des Canale Biffis vom Kraftwerk Ala.

Kraftwerk Chievo
Kraftwerk Chievo

km 161,5 - Kraftwerk "Diga del Chievo" - Links umtragen. Die Ausstiegsstelle befindet sich 100 m linksufrig vor dem Kraftwerk. Das Hindernis lässt sich mit Bootswagen einfach 200 m umkarren. Es bietet sich an vor dem Einbooten gleich die Slalomstrecke Chievo zu besichtigen. Rechts am Kraftwerk zweigt der Canale Camuzzoni ab, der Ende des 19. Jhdt. gebaut wurde um die Industrialisierung Veronas voran zu treiben und die Stadt vor Hochwässern zu schützen.

Slalomstrecke Chievo
Slalomstrecke Chievo

km 161,1 - Entlang des linken Ufers befindet sich die Wildwasser-Slalom-Strecke Chievo. - Links zur Besichtigung anlanden. Diese wurde am linken Rand des Flussbettes aus Steinen aufgeschüttet, sie wird vom Canoa Club Verona betrieben. Die Schwierigkeit beträgt WW St. II, der Parcours kann auch rechts übers Flussbett der Etsch umfahren werden. Es bietet sich an den Parcours gleich im Zuge der Umtragung des Kraftwerks Chievo zu besichtigen. Möchte man die Strecke mehrmals fahren, muss man sich beim Canoa Club Verona anmelden und eine Gebühr in Höhe von 3 € bezahlen. (Stand 2018)

km 159,8 - Straßenbrücke, Beginn des Stadtgebietes von Verona. Bedeutende Stadt mit 260.000 Einwohnern. Das historische Zentrum Veronas ist UNESCO Weltkulturerbe.

km 158,1 - Straßenbrücke "Ponte Catena", links fahren.

km 157,6 - Straßenbrücke "Ponte Risorgimento", davor Pfeiler einer abgetragenen Brücke, rechts oder links fahren.

km 156,9 - Fußgängerbrücke "Ponte Scaligero", rechts fahren. Die Brücke wurde im 2. Weltkrieg beim Abzug der deutschen Truppen durch diese zerstört und anschließend wieder aufgebaut.

km 156,5 - Straßenbrücke "Ponte della Vittorio", mitte fahren.

km 156 - Straßenbrücke "Ponte Garibaldi", mitte fahren.

Wehr Ponte di Pietra
Wehr Ponte di Pietra

km 155,5 - Straßenbrücke "Ponte Pietra", darunter Brückenwehr Ponte di Pietra. - Links zur Besichtigung anlanden. Man findet eine gute Ausstiegsstelle 20 m vor der Brücke. Sie ist theoretisch in jedem der fünf Bögen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad fahrbar. 2018 haben wir die linken beiden Bögen verwendet. Bei Niedrigwasser besteht Auflaufgefahr. Sollte es erforderlich sein lässt sich das Brückenwehr auch 440 m übers linke Ufer umkarren. Die Ponte di Pietra wurde etwa 100 v. Christus gebaut. Vier der Bogen und ein Teil der Pfeiler wurden  während des Zweiten Weltkrieges von sich zurückziehenden deutschen Truppen größtenteils gesprengt und anschließend mit den aus dem Fluss geborgenen Originalblöcken wieder aufgebaut.

km 154,9 - Straßenbrücke "Ponte Nuoro"

km 154,5 - Straßenbrücke "Ponte Navi", rechts dahinter der Canoa Club Verona.

km 154 - Straßenbrücke "Ponte Aleardi"

km 153,4 - Straßenbrücke "Ponte S. Francesco"

km 153,1 - Eisenbahnbrücke, 2. Bogen von rechts mit Schwall problemlos fahrbar.

km 152,9 - Rechts Ausstiegsstelle über Treppen, wenn die Fahrt in Verona beendet werden soll. Der Bhf. Verona Porta Nuova befindet sich 1,4 km Fußmarsch entfernt. Wer bis ans Meer fahren möchte muss unmittelbar unterhalb von Verona noch zwei weitere Kraftwerke umtragen. Dabei handelt es sich um das Kraftwerk "Diga del Porto" bei km 151 sowie um das Kraftwerk "Diga San Giovanni Lupatoto" bei km 140,2. Diese haben den gleichen Aufbau wie die bisherigen Kraftwerke. Danach folgend bis ans Meer keine Hindernisse mehr.


Fluss zuletzt gepaddelt im Sept. 2018. Beschreibung zuletzt bearbeitet am 11.09.2018

Der Pegel Etsch Branzoll lag zwischen 187 - 211 cm, der Pegel Borghetto zwischen 1,34 -1,66 cm,

der Pegel Verona bei - 1,9 m.