Flusswandern in Österreich

Flussbeschreibungen, Kilometrierungen & Karten

Hier sind die Beschreibungen fast sämtlicher österreichischer Wanderflüsse aufgelistet. Die Flussführer bestehen aus einer genauen Kilometrierung und einer Flusskarte. Meist ist auch ein kleines Videoportrait des jeweiligen Flusses vorhanden. Am Ende der Beschreibung ist vermerkt wann der Fluss zuletzt von mir gepaddelt wurde. Sämtliche Flussführer werden laufend aktualisiert und gewartet. Sollte trotzdem etwas nicht stimmen, freue ich mich über eine Nachricht. Die Beschreibungen entstanden auf Grund meines Unmuts über das bereits vorhandene.

 

Viele kostenpflichtige Führer, sind das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt wurden. Dieses Projekt ist nicht kommerziell sondern frei für jedermann nutzbar. Die Flussbeschreibungen können kostenfrei verwendet werden. Allerdings freue ich mich über eine Spende wenn sich die Infos als brauchbar erwiesen haben. Die Spenden werden von mir verwendet um die Beschreibungen aktuell zu halten und weiter auszubauen. Weitere Infos dazu unter dem Punkt Unterstützen.


Flusskarte Österreich

Eine Übersichtskarte sämtlicher Wanderflüsse Österreichs

Flusskarte Österreich
Flusskarte Österreich

Mit einem Klick auf das Google Icon rechts, könnt ihr eine von mir erstellte Übersichtskarte aufrufen. Diese Karte ist digital und basiert auf Google Maps. Sie zeigt sämtliche Flüsse Österreichs, welche von mir bereits gepaddelt wurden. Wenn Ihr auf die einzelnen Flüsse klickt, könnt ihr die Beschreibung zum jeweiligen Fluss aufrufen. Etwaige dunkelrot eingezeichnete Flüsse sind bereits in Planung, wurden allerdings noch nicht von mir gepaddelt.


Wildzelten in Österreich

Tips zur Auswahl des Zeltplatzes

In Österreich ist das Wildwasserpaddeln die vorherschende Disziplin. Wanderfahrten sind erst in den letzten Jahren ein größeres Thema geworden. Die österreichischen Wanderflüsse werden daher nur von wenigen Paddlern frequentiert. Campingplätze an den Flüssen sind Ausnahmen und häufig haben diese nicht einmal einen vernünftigen Zugang zum Fluss. Die Infrastruktur am Wasser ist in keinster Weise mit jener in Deutschland vergleichbar.

Wildcamp in den Innauen.
Wildcamp in den Innauen.

Auf Grund des Mangels an offizellen Campingplatzen, kommt man kaum um wildes Zelten herum. Obwohl dies gesetzlich nicht gestattet ist, wird man in der Praxis kaum auf Probleme stoßen. Dabei tut man gut daran, seine Zeltplätze mit Bedacht zu wählen. Am besten geeignet sind Sand- und Schotterbänke die direkt am Fluss liegen und somit kein Privateigentum sind. Diese werden auch gerne von den Österreichern zum Grillen und Baden genützt. Bei am Fluss gelegenen Wiesen handelt es sich häufig um Privatgrundstücke. Wer keine Gesellschaft schätzt, kontrolliert den designierten Zeltplatz auf Menschen und Hundespuren bevor er sein Lager aufschlägt. Mit etwas Bedacht lässt sich jedoch an jedem von mir beschriebenen Fluss ein geeigneter Platz finden. 


Gefahren und Hindernisse

Wehre und Kraftwerke

Kleinkraftwerk an der Steyr.
Kleinkraftwerk an der Steyr.

Das Flusswandern ist in Österreich wenig verbreitet und das aus mehreren Gründen. Zum einen ist die Anzahl der Flüsse, die noch nicht vollständig verbaut und damit unattraktiv geworden sind, mehr als enden wollend. Neben den großen Kraftwerken gibt es eine Vielzahl an kleinen und teilweise schon recht alten Wehren. Vernünftige Ausstiegsmöglichkeiten fehlen häufig, von Hinweisschildern ganz zu schweigen. Viele dieser Hindernisse können bei höheren Wasserständen sehr gefährlich werden und uninformierte Paddler in einen nassen Tod reißen.

Sohlrampe an der unteren Traun.
Sohlrampe an der unteren Traun.

Das Anbringen von Warnschildern wäre eine sinnvolle Maßnahme, welche allerdings nur in den seltensten Fällen umgesetzt wird. Das Umtragen der Wehre und Kraftwerke ist oft sehr mühsam und in einigen Fällen sogar gänzlich unmöglich. Bootsgassen sind in Österreich noch kaum verbreitet und bei den Existierenden ist die Befahrung oft aus "Sicherheitsgründen" verboten. Obwohl diese Schilderungen ziemlich abschreckend klingen mögen, gibt es Flüsse deren Befahrung sich bis heute lohnt. Die Bestrebungen der Zukunft müssen vor allem dahin gehen, diese Gewässer der Natur und den Menschen zu erhalten.


Mythos Wasserkraft in Österreich

Vermeintlich saubere Energie

Wasserkraft in Österreich - hier an der Saalach.
Wasserkraft in Österreich - hier an der Saalach.

Österreich hat bei der Wahl seiner Energiequellen einen anderen Weg als seine Nachbarn gewählt. Zwar gibt es keine Atomkraftwerke (zumindest keine aktiven), dafür sind unsere Gewässer jedoch dementsprechend reguliert und mit Kraftwerken verbaut worden. Kaum ein Fluss ist von der Verbauung verschont geblieben. Nicht wenige einst schöne Wanderflüsse und Naturparadiese, sind in regelrechten Kraftwerkskaskaden versunken. Österreich bezieht etwa 60 % seines Strombedarfs aus Wasserkraft. In Deutschland dagegen, werden lediglich 16 % des Gesamtstroms aus Wasserkraft bezogen. Insgesamt existieren etwa 4.000 Wasserkraftwerke an Österreichs Flüssen, von denen 80 % sogenannte Kleinkraftwerke sind. Diese sind für die Flüssökologie eben so schädlich wie Großkraftwerke und dabei oft wirtschaftlich unprofitabel. Obwohl der Ausbaugrad der Wasserkraft bereits bei 70 % liegt, planen die Energiekonzerne weitere Kraftwerke an Österreichs Flüssen.


Flusswandern in Österreich

14 Österreichische Wanderflüsse im Poträt