Flussbeschreibung der Loire

Informationen für Kanuten & Paddler

Die Loire ist der größte der zum Atlantik fließenden Ströme Frankreichs. Sie entspringt im Zentralmassiv, am Mont Gerbier-de-Jonc, fließt von dort nordwärts durch Roanne und Nevers, ändert bei Orléans ihre Richtung, fließt weiter durch Tours in Richtung Westen, passiert Nantes und mündet schließlich nach einer Gesamtstrecke von 1.004 Kilometern bei Saint-Nazaire im Golf von Biskaya in den Atlantischen Ozean. Unterhalb von Nantes ist die Loire bereits den Gezeiten ausgesetzt und bildet einen rund 30 Kilometer langen Mündungstrichter. Mit einer fahrbaren Wanderstrecke von 680 Kilometern, ist sie einer der längsten und interessantesten Wanderflüsse Europas. (Quelle: Wikipedia)


Flusskarte der Loire

Hinweise zur Verwendung der Karte

Karte der Loire
Karte der Loire

Mit einem Klick auf das Google Icon rechts, könnt ihr eine von mir erstellte Flusskarte der Loire aufrufen. Diese Karte ist digital und basiert auf Google Maps. Darauf könnt ihr euch den Flussverlauf im Detail ansehen, sowie Wehre und Umtragungswege aus der Vogelperspektive betrachten. Sämtliche der in der Kilometrierung erwähnte Hindernisse sind in der Karte eingezeichnet. Die Umtragungswege sind als grüne Linien markiert. Sollte euch auffallen dass die Karte Fehler enthält, schreibt mir eine Nachricht und ich werde sie korrigieren.


Wo starte ich am besten?

Gedanken zu den Einstiegsstellen

Die Loire auf der Höhe von Pouilly sous Charlieu.
Die Loire auf der Höhe von Pouilly sous Charlieu.

Eine Wanderfahrt auf der Loire kann man frühestens ab Roanne bei Kilometer 737 starten. Oberhalb von Roanne befinden sich große Stauseen, welche den Fluss in diesem Abschnitt uninteressant machen. Aber auch in und um Roanne gilt es einige lästige Hindernisse zu überwinden. Die Fahrt wird daher vielfach etwas unterhalbvon Roanne, in Pouilly sous Charlieu, bei Kilometer 723 begonnen. So kann man die Schwierigkeiten in Roanne umgehen. Die Anreise nach Pouilly sous Charlieu muss entweder mit dem Auto oder mit dem Bus erfolgen, da der Ort im Gegensatz zu Roanne über keinen aktiven Bahnhof verfügt.


Wie weit kann ich fahren?

Gedanken zu den Ausstiegsstellen

Die Loire oberhalb von Nevers.
Die Loire oberhalb von Nevers.

Theoretisch kann man die Loire bis zu ihrer Mündung in den Atlantik befahren, was jedoch in der Realität nur äußerst selten praktiziert wird. Am häufigsten wird die Strecke zwischen Pouilly sous Charlieu (km 723) und Orléans (km 378) befahren. Dieser Abschnitt ist relativ einfach befahrbar und landschaftlich einzigartig schön. Die Loire ist hier kaum verbaut und größtenteils unreguliert.

Bogenbrücke von Gien.
Bogenbrücke von Gien.

Nun möchte ich nicht sagen dass die Reststrecke hässlich ist, es gibt jedoch einige Faktoren die das Erlebnis etwas trüben. Ab Blois (km 313) wird die Loire fast durchgehend von Fernstraßen begleitet und damit auch vom Autolärm. Bei Les-Ponts-de-Cé (km 145) wird der Fluss schließlich so groß, dass die Straßen weit genug entfernt sind um nicht mehr zu stören. Ab hier ist die Fahrtrinne mit Bojen markiert und die Loire für kleine Schiffe fahrbar. Die Wasserqualität lässt nun jedoch merklich nach und die Ufer sind großteils befestigt.

Der Fluss kurz vor seiner Mündung in Nantes.
Der Fluss kurz vor seiner Mündung in Nantes.

Ab Ancenis (km 88) machen sich dann langsam die Gezeiten bemerkbar. Zunächst sind die Pegelschwankungen kaum zu bemerken aber in Nantes (km 55), beträgt der Pegelunterschied zwischen Ebbe und Flut bereits mehrere Meter. Bei Flut fließt die Loire mit starker Gegenströmung flussaufwärts und macht das Vorwärtskommen fast unmöglich. Spätestens hier ist die Reise für Wanderboote dann auch zu Ende. Die letzten 55 Kilometer bis zur Mündung in St. Nazaire erfordern spezielle Ausrüstung und Erfahrung im Seekayaking um vernünftig befahren werden zu können.


Was muss ich beachten?

Hindernisse und Gefahren an der Loire

Schöne Zeltplätze gibt es an der Loire genug.
Schöne Zeltplätze gibt es an der Loire genug.

Die hier beschriebene Strecke ist verhältnismäßig einfach zu befahren und erfordert keine besonderen Maßnahmen. Grundsätzlich ist die Loire mit allen Bootstypen befahrbar, wobei das Wasser im breiten Flussbett je nach Jahreszeit knapp werden kann. Zelt- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es mehr als ausreichend. Freies Campen ist fast überall problemlos möglich und auch Campingplätze finden sich immer wieder an den Ufern.


Die Loire von Roanne bis Nantes

Eine Aufzählung sämtlicher relevanter Hindernisse

Nachfolgend findet ihr eine Aufzählung aller Flusshindernisse die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Neben diesen gibt es noch viele Kleinigkeiten die jedoch bei aufmerksamer Fahrweise kein Problem darstellen und hier nicht aufgelistet sind. Diese Aufzählung ist lediglich als Ergänzung und visuelle Alternative zum DKV-Führer gedacht.

km 737 - Trümmerwehr von Roanne

Das Trümmerwehr von Roanne.
Das Trümmerwehr von Roanne.

Wer seine Flusswanderung in Roanne beginnt setzt unterhalb dieses Wehres ein. Es besteht aus riesigen Steinbrocken und Betontrümmern mit einem Durchlass in der Mitte. Dieser ist bei genügend Wasser wahrscheinlich fahrbar, es gibt jedoch fast keinen Grund dazu, da gewöhnlich erst unterhalb des Wehrs eingesetzt wird. Unentwegte die doch oberhalb starten, können das Wehr übers Linke Ufer umtragen. Etwa 1,6 Kilometer vom Wehr entfernt befindet sich das Ibis Budget Hotel Roanne, mit Lidl Supermarkt direkt um die Ecke. Dieses stellte ein gutes Basislager für eine Befahrung ab Roanne dar.

km 674 - Kanalbrücke Canal-du-Centre

Die Kanalbrücke von Digoin.
Die Kanalbrücke von Digoin.

Dieser Kanal verbindet den Loire-Seitenkanal mit der Saone. Unterhalb der Kanalbrücke befindet sich ein Wehr in Form einer hohen Steinschüttung. Dieses ist eventuell auf der linken Seite durch einen Durchlass in der Wehrkrone fahrbar. Mir war die Befahrung im voll beladenen Wanderboot aber zu heikel, da man die Einfahrt wirklich exakt treffen muss und im Bereich der Brücke Querströmungen auftreten.

Versierte Bootsfahrer können sich an der Durchfahrt versuchen.
Versierte Bootsfahrer können sich an der Durchfahrt versuchen.

Das Wehr kann auf der linken Seite mühsam umtragen oder durch den linken Brückenbogen getreidelt werden. Die im DKV Führer erwähten weiß-blauen Tafeln existieren nicht mehr. Am rechten Ufer liegt der Ort Digoin wo es einen kleinen Spar Supermarkt zum Einkaufen gibt.

km 642 - Felsstufen von Diou

Die Felsstufen von Diou.
Die Felsstufen von Diou.

Bei diesem Hindernis handelt es sich allem Anschein nach um die Überreste eines ehemaligen Wehres. Die drei Felsstufen sind nicht sehr hoch und mit Kunststoffbooten nach Besichtigung gut fahrbar. Allerdings ist das Wasser an vielen Stellen nicht sehr tief und die Steine äußerst scharfkantig was Faltboothäuten nicht gefallen wird. Am rechten Ufer finden sich kurz vor dem Wehr Warnschilder auf Bäumen, wobei sein Rauschen bereits von weitem zu hören ist.

Das Wehr vom linken Ufer betrachtet, hier kann man die Stufen gut überheben.
Das Wehr vom linken Ufer betrachtet, hier kann man die Stufen gut überheben.

Am besten nähert man sich dem Wehr übers linke Ufer an. Hier liegt es meist trocken und kann problemlos besichtigt werden. Umtragen kann man es ebenfalls auf der linken Seite. Wer das Wehr befahren möchte sollte dies jedoch auf der rechten Seite tun, da der Fluss hier am tiefsten ist. In der Flusskurve direkt nach dem Wehr findet man einen guten Zeltplatz am rechten Ufer.

km 589 - Wehr von Decize

Das Wehr von Decize, rechts der Umtragungsweg.
Das Wehr von Decize, rechts der Umtragungsweg.

Dieses Wehr verfügt auf der linken Seite über ein Überlaufwehr, am rechten Ufer sieht es so aus, als hätte sich hier einst eine Schleuse befunden. Es gibt zwei Möglichkeiten das Hindernis zu umgehen. Ist man alleine unterwegs, fährt man am besten ans rechte Ufer und setzt dort an der Rampe vor dem Wehr aus. Von dort kann man das Wehr bequem umkarren, man braucht jedoch einen Bootswagen, da der Weg etwa 500 Meter weit ist.

Hier sieht man links das Überlaufwehr welches bei Niedrigwasser trocken liegt.
Hier sieht man links das Überlaufwehr welches bei Niedrigwasser trocken liegt.

Die zweite Möglichkeit bietet sich nur bei Gemeinschaftsfahrten und bei Mittelwasser an. Links befindet sich nämlich ein Überlaufwehr, welches, sofern es trocken liegt leicht überhoben werden kann. Ist allerdings sehr wenig Wasser im Fluss liegt der Bereich hinter dem Überlaufwehr ebenfalls trocken und man muss die Boote durch die Sanddünen bis zum Unterwasser schleppen. Am besten umträgt man daher übers rechte Ufer. Wer einkaufen muss landet bei der Brücke von Decize etwa einen Kilometer vor dem Wehr an. Rechts im Zentrum von Decize gibt es einen kleinen Supermarkt der zu Fuß gut erreichbar ist.

km 555 - Brückenwehr von Nevers

Das Wehr bei Niedrigwasser, wie man sieht kann es links überhoben werden.
Das Wehr bei Niedrigwasser, wie man sieht kann es links überhoben werden.

Hierbei handelt es sich um ein typisches Brückenwehr wie es an französischen Bogenbrücken oft zu finden ist. Rechts liegt der Ort Nevers der definitiv einen Besuch wert ist. Landet man vor dem Wehr linksufrig an befindet man sich direkt auf dem Campingplatz von Nevers. Man kann nun entweder links weitläufig über die Straße mit dem Bootswagen umkarren oder bei Niedrigwasser das Boot durch einen der linken Bögen treideln. Am rechten Ufer findet sich keine gute Ausstiegmöglichkeit, außerdem ist das Wehr dort großzügig überspült.

km 520 - Brücke von Charité-sur-Loire

Vor dieser Brücke teilt sich der Fluss, wobei der rechte Arm befahren werden muss. An der Brücke gibt es eine ausgeschilderte Durchfahrt durch das 3. Brückenjoch von rechts. (Im DKV Führer wird das 2. Joch angegeben was nicht mehr aktuell ist.) Vor der Befahrung sollte man sich die Durchfahrt von der Brücke aus ansehen. Sie ist mit hohen Wellen gut fahrbar. Hinter der Brücke ist der Fluss für 19 Kilometer Naturschutzgebiet, wildes Zelten ist hier nicht gestattet.


km 473 - Kernkraftwerk Belleville

Die Einstiegsstelle hinter dem Wehr, links im Bild die Schleuse.
Die Einstiegsstelle hinter dem Wehr, links im Bild die Schleuse.

Dieses Wehr befindet sich unmittelbar unter einer Straßenbrücke. Am linken Ufer ist das Kernkraftwerk Belleville bereits von weitem zu erkennen. Umtragen kann man das Wehr übers rechte Ufer, hier findet sich eine ideale Ausstiegsstelle. Der Umtragungsweg beträgt etwa 50 Meter. Bevor man das Wehr erreicht, weisen Schilder nach rechts in einen Nebenarm, der direkt zur Ausstiegstelle führt. Dieser ist jedoch nur bei höherem Wasserstand zu benutzen, bei Niedrigwasser sollte man besser im Hauptstrom bleiben und erst vor dem Wehr ans rechte Ufer fahren.

Das Wehr & Kraftwerk, bei dem Stahlklotz links handelt es sich um eine Fischtreppe.
Das Wehr & Kraftwerk, bei dem Stahlklotz links handelt es sich um eine Fischtreppe.

Direkt neben der Ausstiegstelle befindet sich eine Bootsschleuse die bei meiner Befahrung 2014 nicht mehr funktionstüchtig aussah. Die Schleusentore waren offen und das Wasser schoss mit großer Wucht hindurch. Direkt daneben befindet sich noch ein kleiner, floßgassenartiger Durchlass, vor welchem auch in der Flussliteratur vielfach gewarnt wird. Angesichts der problemlosen Umtragung gibt es auch keinen Grund sich hier unnötig in Gefahr zu begeben.

km 437 - Kernkraftwerk Dampierre

Hier sieht man die Floßgasse bei Niedrigwasser.
Hier sieht man die Floßgasse bei Niedrigwasser.

Das Wehr von Dampierre kann linksufrig umtragen werden. Bei Niedrigwasser kann man unmittelbar bis zur Wehrkrone fahren und so den Umtragungsweg noch einmal verkürzen. Hat man einen Bootswagen im Gepäck, ist die Sache im Nu erledigt. Außerdem findet sich hier eine Art Floßgasse, die auch schon vielfach problemlos befahren wurde. Als ich vor Ort war hatte der Fluss jedoch zu wenig Wasser. Eventuell kann man die Boote auch durch die Floßgasse treideln.

km 378 - Stadtgebiet von Orléans

Im Stadtgebiet von Orléans teilt sich der Fluss in mehrere Arme auf, man sollte sich stets ganz rechts halten. Bei km 374 folgen unmittelbar hintereinander die ersten beiden Brücken, Eisenbahnbrücke & Pont René Thinat. Beide sind mit leichtem Schwall rechts problemlos fahrbar. Einen Kilometer dannach folgt die Steinbogenbrücke Pont Georges V. Diese ist ganz rechts ebenfalls fahrbar, allerdings mit starkem Schwall und hohen Wellen. Man kann die Durchfahrt jedoch übers rechte Ufer vorher besichtigen. Von den im DKV Führer erwähnten Eisenstangen habe ich nichts entdecken können.


km 355 - Reste einer alten Brücke

Hierbei handelt es sich um die Trümmer einer gesprengten Brücke, welche nach wie vor im Fluss liegen. Die Loire rauscht darüber hinweg und macht einen leichten Abfall ähnlich wie bei einer Sohlschwelle. Auf der rechten Seite gibt es zwischen den Trümmern eine Durchfahrt, die mit hohen Wellen gut fahrbar ist. Sie kann übers rechte Ufer besichtigt werden.


km 340 - Kernkraftwerk St. Laurent

Die Einsetzstelle hinter dem Wehr.
Die Einsetzstelle hinter dem Wehr.

Hier versperrt ein zwei Meter hohes Betonwehr den Fluss. An dessen linken Ufer befindet sich das Kernkraftwerk St. Laurent. Rechtsufrig existiert eine gekennzeichnete Umtragestrecke. Um diese zu erreichen fährt man am rechten Ufer entlang, bis die Reste von Metallwänden sichtbar werden. Zwischen diesen hindurch gelangt man in einen Nebenarm, welcher direkt zur Umsetzstelle führt. Es gibt Betonrampen zum Aus- und Einsetzen und auch die Umtragung selbst ist mit Hilfe eines Bootswagens schnell erledigt.

km 316 - Ehemaliges Walzenwehr Blois

Die Überreste der ehemaligen Wehranlage.
Die Überreste der ehemaligen Wehranlage.

Das Walzenwehr von Blois, welches den ehemaligen Lac de la Loire aufstaute, existiert mittlerweile nicht mehr. Die Anlage wurde in den 70er Jahren errichtet, um ein Freizeitparadies in Form eines Stausees zu schaffen. Das Projekt wurde jedoch nie zu Ende realisiert. Im Jahr 2005 besann man sich schließlich eines Besseren und trug das Hindernis ab. Mit der Demontage des Wehrs ist auch der Stausee Geschichte. Mittlerweile zeugen nur noch die Betonpfeiler und eine leichte Stromschnelle davon, dass sich hier einst ein Wehr befunden hat. 

km 279 - Brücke von Amboise

Die Brücke von Amboise im Vordergrund sind die Holzpfähle zu erkennen.
Die Brücke von Amboise im Vordergrund sind die Holzpfähle zu erkennen.

Kurz vor Amboise beginnt eine lange, bis hinter die Stadt reichende Insel, welche "Ile d'Ore geannt wird. Auf ihr befindet sich ein riesiger Campingplatz. Die Insel wird von einer Straßenbrücke überspannt unter welcher sich Holzpfähle und andere unerfreuliche Dinge befinden. Am besten fährt man vor der Insel in den rechten Arm ein und landet vor der Brücke rechtsufrig zur Besichtigung an. Zwar sehen einige der mittleren Bögen fahrbar aus, ich rate jedoch eher davon ab um Bootsschäden zu vermeiden. Die Brücke lässt sich rechtsufrig treideln oder umtragen.

km 260 - Stadtgebiet von Tours

Das Stadtgebiet von Tours wird im DKV Führer als großes Hindernis dargestellt, für dessen Bewältigung über drei Stunden eingeplant werden sollten. In der Realität sieht die Sache gottseidank nicht so wild aus.

 

Die ersten drei Brücken: Autobahnbrücke, Straßenbrücke - Pont Mirabeau & Fußgängerbrücke sind allesamt harmlos und können in der Mitte leicht gefahren werden. Die vierte Brücke, Pont Wilson wird im DKV Führer als sehr gefährlich dargestellt. In Folge des Neubaus sollen sich überall Moniereisen befinden. Der Neubau ist jedoch mittlerweile über 30 Jahre her und die Brücke ist im ganz linken Bogen mit hohen Wellen gut fahrbar. Bei Unsicherheit lässt sich das Hindernis auf beiden Seiten umtragen. Am linken Ufer gibt es etwa 200 Meter vor der Brücke eine Ausstiegsrampe.

 

Es folgt die Straßenbrücke Pont Napoleon welche problemlos in der Mitte fahrbar ist. Die Eisenbahnbrücke am Stadtende lässt sich durch den 4. oder 5. Bogen von rechts ebenfalls leicht fahren. 


km 211 - Kernkraftwerk Chinon

Das vierte und letzte Kernkraftwerk verfügt über kein Wehr, man muss sich jedoch am linken Ufer halten, da der rechte Arm durch ein Steinwurfwehr versperrt ist. Die Anlage selbst kann in der Flussmitte sicher passiert werden, wobei man sich von den Ufern, sowie dem Kühlwassereinlauf fernhalten sollte.

Die Reststrecke bis zur Mündung

Ab hier bietet die Loire keinen nennenswerten Schwierigkeiten mehr. Ich erwähne daher nur noch ein paar Dinge, die mir wichtig erscheinen. Das Flussbett ist mittlerweile sehr breit und man sollte versuchen möglichst immer in der Haupströmung zu bleiben um Grundberührungen zu vermeiden. Ab der kleinen Inselstadt Le-Ponts-de-Cé bei km 146 ist der Fluss dann auch für Motorboote durchgängig befahrbar und die Fahrtrinne durch Bojen indiziert. Auch an den Ufern finden sich nun Schilder die einem die Fahrrinne weisen, sollte der Fluss sich teilen.

 

Ab km 90 machen sich dann langsam die Gezeiten bemerkbar, weshalb man die Befahrung eventuell hier beenden sollte. Als guter Endpunkt bietet sich Ancenis, rechts bei km 88 an. Dieser Ort verfügt über einen Bahnhof zur Heimreise. Zwar ist es prinzipiell möglich bis Nantes bei km 55 weiterzufahren, die Loire ist hier jedoch nicht mehr wirklich schön und das Anlanden auf Grund der schlammigen Böschungen bei Ebbe mehr als mühsam. Ab Nantes wird der Fluss stark von den Gezeiten beherrscht und verbreitert sich enorm. Eine Weiterfahrt ist nur für erfahrene Seekajaker mit entsprechender Ausrüstung zu empfehlen. Im Stadtgebiet von Nantes teilt sich die Loire in zwei Arme auf. Wer die Fahrt hier beendet wählt den rechten Arm da dieser relativ nahe am Bahnhof vorbeiführt.


Flusswandern auf der Loire

Von Roanne bis Nantes

Fluss gepaddelt im April 2014. Diese Beschreibung wurde zuletzt am 21.01.2015 aktualisiert.