Flussbeschreibung des Allier

Informationen für Kanuten & Paddler

Der Allier ist nicht nur der größte Nebenfluss der Loire, sondern gleichzeitig einer der schönsten Paddelflüsse Frankreichs. Seine paddelbare Wanderstrecke ist etwa 300 Kilometer lang und lässt sich in Mittel- und Unterlauf aufteilen. Frühestmöglicher Startpunkt einer Gepäckfahrt ist der kleine Ort Langeac. Ab hier betragen die Schwierigkeiten maximal WW St. II und nach kurzer Zeit wird der Allier bis auf wenige Passagen fast komplett zum Zahmwasser.

 

Die Befahrung ab Langeac ist prinzipiell auch mit Faltbooten möglich, jedoch muss hier mit häufigen Grundberührungen und damit einhergehendem Materialverschleiß gerechnet werden. Wer im Faltboot unterwegs ist sollte daher schon im Mai oder Juni starten, wenn der Wasserstand noch dementsprechend hoch ist. Ab Vichy führt der Allier auch im Spätsommer und Herbst noch genügend Wasser, um eine problemlose Wanderfahrt zu gewährleisten.


Flusskarte des Allier

Hinweise zur Verwendung der Karte

Karte des Allier
Karte des Allier

Mit einem Klick auf das Google Icon rechts, könnt ihr eine von mir erstellte Flusskarte des Allier aufrufen. Diese Karte ist digital und basiert auf Google Maps. Darauf könnt ihr euch den Flussverlauf im Detail ansehen, sowie Wehre und Umtragungswege aus der Vogelperspektive betrachten. Sämtliche der in der Kilometrierung erwähnte Hindernisse sind in der Karte eingezeichnet. Die Umtragungswege sind als grüne Linien markiert. Sollte euch auffallen dass die Karte Fehler enthält, schreibt mir eine Nachricht und ich werde sie korrigieren.


Worauf muss ich acht geben?

Kraftwerke und sonstige Gefahren

Umtragung eines Katarakts.
Umtragung eines Katarakts.

Während die Loire auf ihrer gesamten Strecke ein relativ einfacher Wanderfluss ist, finden sich am Mittellauf des Allier immer wieder kurze Wildwasserpassagen. Abgesehen von den wassertechnischen Schwierigkeiten, sollte man in jedem Fall einen Bootswagen mit sich führen. Das Umtragen mancher Hindernisse kann ohne Hilfe von Mitpaddler und Bootswagen, zu einer ziemlichen Plackerei ausarten.

Verfallenes Wehr am Allier.
Verfallenes Wehr am Allier.

Eine weitere, in Flussliteratur über den Allier oft beschriebene Gefahr, stellen die zahlreichen im Flussbett liegenden Baumleichen dar. Ist man sich deren Gefährlichkeit jedoch bewusst, stellen sie für den geübten Flusswanderer kein Problem dar. Vorsicht ist allerdings bei der Durchfahrt von unübersichtlichen und engen Passagen geboten. Hier sollte bei schlechter Einsehbarkeit stehts auf eventuelle Versperrungen durch entwurzelte Bäume kontrolliert werden. Einige befinden sich besonders tückisch und kaum sichtbar, unmittelbar unter der Wasseroberfläche.


Wo kann ich zelten & einkaufen?

Zelt- und Einkaufsmöglichkeiten

Zeltplatz unterhalb von Langeac.
Zeltplatz unterhalb von Langeac.

Der Allier ist kein sehr dicht besiedelter Fluss was zur Folge hat, dass wildes Zelten vielerorts kein Problem darstellt. Vor allem auf den Sandbänken im Unterlauf finden sich unzählige schöne Plätze. Striktes Zeltverbot gilt lediglich für das Naturschutzgebiet zwischen Billy und Moulins. In der Hauptsaison wird dessen Einhaltung angeblich durch Ranger in Paddelbooten kontrolliert. Will man Schwierigkeiten vermeiden, weicht man zwischen Billy und Moulins besser auf kommerzielle Campingplätze aus.

Sandbankcamp am Unterlauf.
Sandbankcamp am Unterlauf.

Einkaufsmöglichkeiten finden sich in der Regel genügend. Große Supermärkte die für Paddler günstig am Fluss liegen werden in meiner Kilometrierung genau aufgeführt. Eine Ausnahme bildet der Unterlauf ab Moulins. Hier ist der Allier kaum besiedelt und man sollte sich ausreichend mit Proviant eindecken um lange Fußwege zu vermeiden.


Flora und Fauna entlang des Allier

Das Naturschutzgebiet "Val d'Allier" und seine Bewohner

Der Allier ist mit seiner größeren Schwester der Loire, einer der letzten "wilden" Flüsse Europas. Als weitgehend unreguliertes Gewässer kann er vielerorts noch frei fließen und sein Bett je nach Wasserstand verlagern und ausdehnen. An den Ufer existieren weitläufige Flussauen welche ideale Lebensräume für eine unfangreiche Tier- und Pflanzenwelt bieten.

Im Vogelschutzgebiet des unteren Allier wurden 253 Vogelarten verzeichnet. Darunter finden sich Zugvögel wie Schwarz- & Weißstörche, Kraniche, Purpurreiher und der Rotmilan. Auch Wintergäste wie Goldregenpfeifer oder der Schwarzspecht nutzen den Fluss als Rückzugsgebiet. In den letzten Jahren haben sich vier weitere Arten eingefunden, darunter der Rallenreiher, der nördliche Raubwürger, die Mittelmeermöwe und große Kolonien von Kanadagänsen. Das Naturschutzgebiet "Val d'Allier" umfasst 1450 Hektar und erstreckt sich von Billy bis Moulins entlang des Flusslaufes.

 

Quelle: Réserves Naturelles de France


Die Geschichte der Lachse des Allier

Niedergang einer Art durch den Einfluss der Wasserkraft

An einem Mittwoch den 24. Juni im Jahre 1998, wurde der Damm von Saint-Etienne-du-Vigan am oberen Allier in die Luft gesprengt. Es war das erste Mal in Frankreich, dass ein Damm demontiert wurde um den Lachsen die Rückkehr zu ihren Laichplätzen zu ermöglichen. Vor der Errichtung des Dammes wurden in den umliegenden Dörfern jährlich etwa 10 Tonnen Lachs gefangen, was einen erheblichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft lieferte. Der Damm deckte zwar nur 1,5 % des Strombedarfs der Region, trug aber dennoch maßgeblich zum Verschwinden einer kostbaren Art bei.

Im neunzehnten Jahrhundert waren es noch etwa 100.000 Lachse die nach einer 6.000 Kilometer langen Wanderung von Grönland, zu ihren Laichplätzen in Frankreich zurückkehrten. 1997 wurden dagegen nur mehr 389 Lachse am Fischpass von Vichy gezählt. Staudämme und Wehre sind die Hauptursache für den dramatischen Rückgang der Tiere. Junge Individuen auf ihrem Weg zum Meer gehen in den Stauseen und deren Turbinen zu Grunde, während die Erwachsenen bei ihrem Aufstieg an Dämmen und ungeeigneten Fischtreppen scheitern.

 

Der atlantische Lachs ist mittlerweile aus allen großen europäischen Flüssen nahezu verschwunden. Dies macht den mageren Bestand in Loire und Allier zu einem wertvollen Genpool für die Wiedereinführung des Lachses in den großen europäischen Flüssen. Er ist der einzige Fisch in Europa, der über so weite Strecken stromaufwärts schwimmen kann.

 

Quelle: rivernet.org


Kilometrierung des Allier

Von Langeac bis zur Mündung (cirka 304,3 km) WW St. I-II

km 304,3 - Straßenbrücke D590, links der Ort Langeac, frühestmöglicher Startpunkt für eine Wanderfahrt auf dem Allier. Ab hier bietet der Fluss wassertechnisch keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr, Bahnhof im Ort, Anreise mit dem Zug möglich, Supermärkte im Gewerbegebiet außerhalb.

km 304 - Links "Camping des Gorges de l'Allier", optimal gelegen, direkt am Fluss, perfektes Basislager und Startpunkt einer Allier-Tour.

km 302,2 - Eisenbahnbrücke

km 301,9 - Straßenbrücke D56

km 301,7 - Flussteilung, im linken Arm meist wenig Wasser, daher rechts fahren, an der Einfahrt zum rechten Arm Felszunge, starker Schwall bis WW St. II.

km 299,4 - Rechts der Ort Truchon.

Wehr von Le Chambon.
Wehr von Le Chambon.

km 298 - Wehr von Le Chambon, unfahrbares Wehr, über Trampelpfad am linken Ufer umtragen. Der Bootswagen ist hier kaum zu verwenden da der Umtragungsweg sehr unwegsam ist. Auf der linken Seite existiert zwar über eine Bootsgasse, diese ist wegen der Betonwand unterhalb für Wanderboote kaum empfehlenswert.

km 297,8 - Straßenbrücke D141, rechts der Ort Le Chambon.

km 292,5 - Straßenbrücke D41, rechts der Ort Chilhac.

Wehr von Chilhac.
Wehr von Chilhac.

km 291,4 - Wehr von Chilhac, eine Befahrung des Wehrs ist laut DKV Führer verboten. Ich habe davon allerdings nichts gewusst und bin es ganz rechts gefahren. Eine vorherige Besichtigung ist allerdings unumgänglich. Im Zweifelsfall lässt sich das Wehr leicht übers linke Ufer umtragen, bzw. überheben. Die Bootsrutsche auf der linken Seite des Wehrs ist für Luft- und Faltboote ungeeignet. (Abstehende Eisennägel)

km 287,9 - Straßenbrücke, links und rechts Lavoûte-Chilhac, sehenswerter Ort, hinter der Brücke fahrbares Steinwurfwehr, es folgen bis km 270,1 mehrere verfallene Wehre welche meist fahrbar sind, bei Niedrigwasser eventuell treideln erforderlich.

km 278,3 - Straßenbrücke D22, links Villeneuve d'Allier, rechts Saint Ilpize.

Wehr Vielle-Brioude.
Wehr Vielle-Brioude.

km 270,1 - Schrägwehr von Vielle-Brioude, für Wanderboote absolut unfahrbar, links zweigt ein Mühlenkanal ab, dessen Befahrung nicht möglich ist. Das Wehr selbst lässt sich auf der linken Seite relativ einfach überheben bzw. umtragen.

(Theoretisch auch rechts möglich.)

km 269,5 - Straßenbrücke D912

Brücke hinter dem Wehr.
Brücke hinter dem Wehr.

km 267,3 - Wehr von Brioude, unfahrbares Schrägwehr, links davor Campingplatz "Camping La Bageasse" und Abzweigung eines unfahrbaren Mühlbaches. Linksufrig anlanden und das Wehr einen Trampelpfad entlang und über den Mühlbach hinweg mühsam umtragen. Das Verwenden eines Bootswagens ist schlecht möglich.

km 267,2 - Eisenbahnbrücke

km 266,5 - Straßenbrücke N102

km  264,2 - Straßenbrücke D588

km 251 - Straßenbrücke D5

km 249,8 - Verfallenes Wehr, verblockt und schlecht fahrbar, vorzugsweise treideln oder rechts umtragen.

km 249,7 - Straßenbrücke

km 247,7 - Links der Ort Brassac les Mines, ehemalige Bergbausiedlung mit stillgelegten Kohleminen, Campingplatz und Einkaufsmöglichkeiten.

km 245 - Straßenbrücke D34, rechts Jumeaux, Casino Supermarkt.

km 240,5 - Straßenbrücke D214, links davor Mündung des Alagnon,

86 Kilometer langer Wildwasserfluss.

km 237,4 - Straßenbrücke D123

km 236,6 - Links Mündung der Couze d’Ardes, am linken Ufer der Ort Le Breuil-sur-Couze mit Bahnhof.

km 226,8 - Straßenbrücke D996

km 226,7 - Alte Hängebrücke

km 225,1 - Straßenbrücke D9

km 222,8 - Eisenbahnbrücke, ab hier verläuft bis Coudes eine Schnellstraße am linken Ufer, steile Uferböschung und leichte Schwälle.

km 213,9 - Straßenbrücke D229

km 213,8 - Hängebrücke, links der Ort Coudes, rechts Bahnhof.

km 208 - Flussteilung, rechten Arm wählen, linker Arm flach.

km 206,7 - Straßenbrücke, rechts der Ort Longues, Aldi Supermarkt im Ort.

km 206,5 - Wehr, links durch einen Durchlass fahrbar, Schwall und starker Rücklauf bei Hochwasser, auch bei Niedrigwasser sehr unangenehmes Kehrwasser hinter dem Wehr. Rechts zur Besichtigung anlanden, Umtragen und Überheben übers rechte Ufer möglich.

km 205,3 - Eisenbahnbrücke

km 205,2 - Straßenbrücke D225

km 199,1 - Straßenbrücke D751

km 193,8 - Straßenbrücke D212, links Cournon-d'Auvergne, zweitgrößte Stadt des Departments mit 19.000 Ew, Zentrum 1,5 km vom Fluss entfernt.

km 190,7 - Straßenbrücke

km 190,5 - Verfallenes Wehr, fahrbar.

km 190,1 - Rohrleitung überquert den Fluss.

km 189,6 - Links hohe Uferabbruchböschung in Flusskurve.

km 186 - Straßenbrücke D769A, rechts der Ort Dallet.

km 185,8 - Straßenbrücke D769

km 185,5 - Rechts Camping les Ombrages, versteckt hinter Bäumen.

km 185,2 - Felsstufen im Fluss, bei Niedrigwasser Flachstellen und Steine, bei Hochwasser beachtliche Schwälle.

km 183,6 - Eisenbahnbrücke, links Beginn des Stadtgebietes von Pont-du-Château, Stadt mit 10.000 Ew, Bhf. und Einkaufsmöglichkeiten.

km 182,8 - Fußgängerbrücke

Wehr Pont-du-Chateau.
Wehr Pont-du-Chateau.

km 181,9 - Straßenbrücke D2089, darunter das Wehr von Pont-du-Chateau, rechts vor der Brücke gute Landmöglichkeit an der Uferpromenade, das Wehr selbst ist unfahrbar, lässt sich mittels Bootswagen allerdings leicht umtragen. Auf der linken Seite wurde das Wehr bereits erfolgreich befahren, ich selbst rate davon ab. Wird rechtsufrig umtragen, kurze Weiterfahrt in schmalen Nebenarm.

km 181,2 - Mündung des Nebenarms in den Hauptarm.

Blick auf den Katarakt.
Blick auf den Katarakt.

km 176,9 - Felskatarakt über die gesamte Flussbreite, dieser ist bereits von weitem am Rauschen erkennbar. Beide Ufer sind stark verwachsen, das Umtragen gestaltet sich daher als äußerst mühsam. Wenn nicht gerade Hochwasser herrscht kann man am rechten Ufer entlang bis vor den Katarakt treideln. Von hier aus kann man die Boote über eine trocken liegende Steinplattform nach unten heben. Theoretisch ist das auch am linken Ufer möglich, dort habe ich es allerdings selbst noch nicht praktiziert.

Steinschüttung.
Steinschüttung.

km 174,4 - Autobahnbrücke, A89 / E70, unmittelbar dahinter ein unfahrbares Steinwurfwehr. Bei Niedrigwasser lassen sich Luft- und Feststoffboote direkt über die Steine nach unten ziehen. Führt der Fluss allerdings Hochwasser müssen Boot und Gepäck die fünf Meter hohe Steilböschung hinauf und hinter dem Wehr wieder hinunter geschleppt werden. Ist man alleine unterwegs wird die Umtragung zu einer elendigen Schinderei. Prinzipiell ist die Prozedur auf beiden Ufern möglich, ich habe es bisher nur rechts praktiziert. 

km 173,6 - Links Mündung der Artière, dieser 30 Kilometer lange Kleinfluss kommt aus der Hauptstadt Clermont-Ferrand wo er teilweise in den Untergrund verlegt wurde.

km 172,3 - Steinwurfwehr, links fahrbar mit Wellen und starkem Schwall.

km 170,6 - Straßenbrücke D20, links der Ort Joze.

km 159,8 - Straßenbrücke D223, links dahinter Roma-Lager.

km 156,6 - Links Mündung der Morge, 68 Kilometer langer Kleinfluss mit zahlreichen Mühlen.

km 148,8 - Straßenbrücke D63

km 143,2 - Straßenbrücke D43, rechts davor Mündung der Dore, einsamer Fluss mit zahlreichen Wehren, etwa 140 Kilomter lang.

km 135,7 - Straßenbrücke D434, links davor Camping "La Graviere", rechts der Ort St. Yorre, Bahnhof und Casino Supermarkt neben dem Fluss.

km 130,5 - Eisenbahnbrücke

km 128 - Abnahme der Strömung durch das Kraftwerk von Vichy.

km 126,5 - Links Ausstiegsstelle des Campingplatzes "Camping Riv'air" über Treppen, gutes Basislager für eine Besichtigung von Vichy.

km 125,4 - Straßenbrücke D2209, rechts Vichy, größere Stadt mit 25.000 Einwohnern. Vichy ist einer der ältesten Kurorte Frankreichs. Bereits Asterix und Obelix haben hier Station gemacht. Im zweiten Weltkrieg war die Stadt Regierungssitz des soganannten Vichy-Regimes. Dieses verwaltete die Landesteile Südfrankreichs welche nicht von den Deutschen besetzt wurden. Heute trägt die Stadt den Titel "Reine des villes d'eaux" (Königin der Kurbäder).

Brückenwehr von Vichy.
Brückenwehr von Vichy.

km 122,8 - Straßenbrücke D6E, darunter das Brückenwehr von Vichy. Am linken Ufer entlang paddeln, bis der Zielturm der Regattastrecke sichtbar wird. Vor dem Turm gibt es am Ufer einige kleine Buchten wo man bequem ausbooten kann. Für die folgende Umtragung von über einem Kilometer Länge wird unbedingt ein Bootswagen benötigt. Man folgt dazu dem Weg über dem Parkplatz bis zu einer Straße und dieser paralell am Ufer entlang in Richtung der Brücke.

Zielturm der Regatta.
Zielturm der Regatta.

Dort überquert man die Straße auf dem Zebrastreifen und gelangt entlang der Slalomstrecke wieder hinunter zum Fluss. Dieser Umtragungsweg ist etwas schwer zu beschreiben aber auf meiner Karte genau ersichtlich. Hinter der Brücke befindet sich ein großer Supermarkt am rechten Ufer.

km 121,3 - Straßenbrücke D27

km 116,2 - Straßenbrücke D67 & Eisenbahnbrücke.

km 111,2 - Wehr von Billy, Spundwand aus Metall welche zwei Drittel des Flusses blockiert, rechts ein Durchlass der mit Schwall gut fahrbar ist.

km 111,1 - Straßenbrücke D130, rechts der Ort Billy, Beginn des unregulierten Unterlaufs mit endlosen Sandbänken. Von hier bis Moulins sind der Fluss und seine Ufer Naturschutzgebiet, Zelten verboten!

km 95,7 - Straßenbrücke D46

km 91,8 - Eisenbahnbrücke

km 88,4 - Links Mündung der Sioule, 163 Kilometer langer Nebenfluss aus dem Gebirge, schweres Wildwasser, unterbrochen von einigen Stauseen.

km 83,1 - Straßenbrücke D32, links in 300 m Entfernung "Canoe Camping - La Courtine."

km 81,8 - Links Camping Deneuvre.

km 71,1 - Straßenbrücke N79 / E62.

km 60,1 - Eisenbahnbrücke, Beginn des Stadtgebietes von Moulins.

Brückenwehr Moulins.
Brückenwehr Moulins.

km 59,2 - Straßenbrücke D945, links und rechts die Stadt Moulins, 19.000 Ew., ehemalige Residenz der Herzöge von Bourbon, links hinter der Brücke großer Supermarkt, Ende des Naturschutzgebietes. Unter der großen Bogenbrücke von Moulins befindet sich ein meterhohes Steinwurfwehr.  Dieses ist für Wanderboote unfahrbar und muss daher übers linke Ufer umtragen werden. Dazu links an der Grünfläche direkt vor der Brücke anlanden, dann mit den Booten die Böschung hinauf bis zur Straße. Diese auf dem Schutzweg überqueren und auf der anderen Seite wieder hinunter zum Wasser. Der Umtragungsweg ist relativ lang, ein Bootswagen lässt sich jedoch teilweise verwenden. Zusätzlich zur Umtragung des Wehrs gibt es noch eine Alternative.

Fischtreppe Moulins.
Fischtreppe Moulins.

Das Wehr besitzt im ganz linken Brückenbogen eine Fischtreppe. Diese lässt sich mit Kunststoff- und Luftbooten gut befahren, für Faltboote ist sie weniger gut geeignet. Denn obwohl die Fischtreppe gut überspült wird, lassen sich Grundberührungen kaum vermeiden. Vor einer Befahrung sollte die Situation vom Ufer aus eingeschätzt werden.

km 44,6 - Straßenbrücke D133

km 36,7 - Links Mündung der Burge, 29 Kilometer langer Kleinfluss.

km 25,7 - Straßenbrücke D978A

km 18,6 - Straßenbrücke D2076

Wehr von Lorrains.
Wehr von Lorrains.

km 4,8 - Wehr von Lorrains, wird 2014/15 umgebaut, links befindet sich ein Durchfluss mit Tosbecken, auf der rechten Seite ein Schrägwehr. Bei Mittel- und Niedrigwasser liegt die Schräge rechts trocken. In diesem Fall lässt sich das Wehr auf der rechten Seite überheben. Herrscht jedoch Hochwasser muss übers rechte Ufer mühsam durchs Gebüsch umtragen werden. Am linken Ufer hinter dem Wehr befindet sich eine seltene Rundschleuse über welche man vom Allier in den Loire-Seitenkanal gelangen konnte. Mittlerweile ist die Schleuse stillgelegt und dient nur mehr dem Wasseraustausch zwischen Fluss und Kanal.

Eisenbahnbrücke
Eisenbahnbrücke

km 3,1 - Eisenbahnbrücke mit sieben Bögen, unter der Brücke befindet sich ein Steinwall der nur bei Niedrigwasser sichtbar wird. Das Hindernis kann vom linken Ufer getriedelt oder umtragen werden. Bei höheren Wasserständen sind alle sieben Joche fahrbar und die Brücke kann gefahrlos passiert werden.

Loire-Seitenkanal
Loire-Seitenkanal

km 1,8 - Brücke des Loire Seitenkanals, hierbei handelt es sich um die Trogbrücke des Loire-Seitenkanals mit 18 Brückenbögen. Darunter befindet sich eine unfahrbare Stufe mit maßgeblicher Verblockung. Dieses Hindernis lässt sich übers rechte Ufer realativ kurz umtragen. 

km 1,5 - Straßenbrücke D976

km 0 - Mündung in die Loire bei km 548.


Heimreise oder Weiterfahrt?

Jeder der über den Allier die Loire erreicht, sieht sich mit folgender Frage konfrontiert: "Heimreise oder Weiterfahrt?" Wer die Zeit auf seiner Seite hat kann ab hier der Loire noch mehrere hundert Kilometer lang treu bleiben und ihr bis in den Atlantik folgen. Dieser Fluss steht dem Allier in Sachen Schönheit in nichts nach. Für alle die zurück in die Heimat müssen bietet sich folgende Lösung an: Fährt man nach der Mündung auf der Loire weiter, erreicht man vier Kilometer später die blau gestrichene Straßenbrücke von Fourchamboult.

Die Brücke von Fourchamboult.
Die Brücke von Fourchamboult.

Hier landet man am Strand rechts vor der Brücke an. Von dort führt ein Weg landeinwärts, zum Campingplatz von Fourchamboult. Wenn ihr auf dem Platz nächtigt, passt bitte auf eure Sachen auf. Mir wurde dort mein Luftboot weggeschleppt als ich es wenige Minuten unbeaufsichtigt ließ. Fourchamboult verfügt über einen Bahnhof von wo aus über Nevers die Heimreise angetreten werden kann.


Flusswandern auf dem Allier

Von Langeac bis zur Mündung in die Loire

Fluss zuletzt gepaddelt im Sept. 2013. Diese Beschreibung wurde am 22.08.2016 zuletzt aktualisiert.