Flusswandern auf der Donau

Flussbeschreibungen, Kilometrierungen & Karten

Hier sind die Beschreibungen der Abschnitte zum Kanuwandern auf der Donau aufgelistet. Am Ende der Flussbeschreibung ist vermerkt wann und bei welchem Pegel der Abschnitt zuletzt gepaddelt wurde. Sämtliche Flussführer werden laufend aktualisiert und gewartet. Sollte trotzdem etwas nicht stimmen, freue ich mich über eine Nachricht. Die Flussbeschreibungen können kostenfrei verwendet werden. Ich freue mich über eine Spende, sollten sie sich als brauchbar erwiesen haben.


Was ist die TID?

Infos zur Internationalen Donau Regatta

Auf der Donau wird seit 1956 die längste Kanu- und Ruderwanderfahrt der Welt, die Tour International Danubien (TID) veranstaltet. Dabei handelt es sich um eine Kanuwanderfahrt mit Gepäck. Die Fahrt beginnt am vorletzten Wochenende im Juni in Ingolstadt, führt über Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien und endet in der ersten Woche im September nach 2516 Kilometern in Sfantu Gheorge (Rumänien) am Schwarzen Meer. Die Fahrt kann nach vorheriger Anmeldung an allen geplanten Zeltplätzen begonnen und beendet werden. Jeder kann sich den Zeitablauf der einzelnen Etappen frei gestalten. Eine Führung auf dem Wasser findet nicht statt. Die abverlangte körperliche und mentale Leistung ist groß. Es sind Tagesstrecken zwischen 40 und 60 Kilometern zu bewältigen und dies unabhängig von den Witterungsbedingungen.


Wo bekomme ich Flusskarten?

Infos zum Kartenmaterial betreffend die Donau

Die deutsche Donau ist auf der Jübermann Wassersport-Wanderkarte WW3 (Quelle bis Ulm) und auf der Jübermann Wassersport-Wanderkarte WW4 (Ulm bis Passau) beschrieben. Auf der Wassersport Wanderkarte WW4 sind zudem Skizzen der Donaukraftwerke mit Umtragungswegen aufgeführt.

 

Die österreichische Donau ist auf der Jübermann Wasserwanderkarte Donau (Passau bis Bratislava) mit Skizzen sämtlicher Kraftwerke beschrieben. 

 

Die ungarische Donau ist auf den Paulus Flusswanderkarten beschrieben. Sie ist auf insgesamt 4 einzelne Karten aufgeteilt: 

 

Paulus Flusswanderkarte Donau 1, Paulus Flusswanderkarte Donau 2, Paulus Flusswanderkarte Donau 3 (ist zur Zeit vergriffen) Ersatz dafür findet man in der f&b Wanderkarte Ungarn – Csepel-sziget & Paulus Flusswanderkarte Donau 4

 

Für die kroatische, serbische, rumänische & bulgarische Donau sind mir bis dato noch keine Karten im Papierformat bekannt. Lediglich das rumänische Donaudelta ist auf dieser Touristenkarte beschrieben.


Kann ich bis ans schwarze Meer paddeln?

Infos zu einer Komplettbefahrung der Donau

Billig-Boote  sind nicht Donau  tauglich
Billig-Boote sind nicht Donau tauglich

Die Donau bis ans schwarze Meer zu paddeln ist möglich. Jedoch ist es nicht möglich sich den Fluss quasi "hinunter treiben" zu lassen. Von Ingolstadt bis Wien ist die Donau auf weiten Strecken aufgestaut und strömungslos. Ohne geeignetes Boot kommt man kaum vorwärts und das Paddeln wird zur Qual. Auch nach Wien fließt die Donau langsam und die Strömung nimmt bis zur Mündung stetig ab. In Ungarn liegt sie bei 3-5 km/h, in Serbien und Rumänien etwa bei 3 km/h. Bei oft vorhandenem Wind kann das Paddeln auch auf den frei fließenden Abschnitten sehr mühsam werden. Am besten geeignet für die Donau sind Falt- & Feststoffboote. Luftboote sind durch ihre Windanfälligkeit nur für kürzere Etappen, nicht jedoch für mehrwöchige Touren geeignet. Absolut ungeeignet sind jedwede Billig-PVC-Schlauchboote vom Diskonter oder aus dem Baumarkt.


Welche Hindernisse erwarten mich?

Infos zu den Kraftwerken an der Donau

Kraftwerk Jochenstein (Österreich)
Kraftwerk Jochenstein (Österreich)

Auf der bayerischen Donau von Ingolstadt bis Passau, gilt es insgesamt 6 Kraftwerke zu überwinden. Dabei handelt es sich um große Anlagen, die sich mit Bootswagen problemlos umtragen lassen. Drei davon haben gut befahrbare Bootsgassen. Alle Kraftwerke verfügen zudem über Schleusen. Je nach Situation besteht die Möglichkeit sich gemeinsam mit der Berufsschifffahrt schleusen zu lassen. Eine Ausnahme bildet die Schleuse am Kraftwerk Vohburg, die vom Paddler selbst bedient werden kann.

 

Auf der österreichischen Donau gilt es insgesamt 10 Kraftwerke zu überwinden. Dabei handelt es sich um sehr große Anlagen, die sich mit Bootswagen problemlos umtragen lassen. Sämtliche Kraftwerke verfügen über Schleusen. Diese sind jedoch in der Regel den motorisierten Booten vorbehalten. Einzelne Paddler werden nur in Ausnahmefällen geschleust, dies kann z.B. bei Hochwasser der Fall sein. In den Schleusen der österreichischen Donau herrscht Schwimmwestenpflicht.

Wehr Čunovo (Slowakei)
Wehr Čunovo (Slowakei)

Auf der slowakisch-ungarischen Donau gibt es abgesehen vom Wehr Čunovo und der folgenden Sohlschwelle bei Dunakiliti keine Staustufen. Diese beiden Hindernisse lassen sich mit Bootswagen kurz und einfach umtragen. Die letzten beiden Donaukraftwerke findet man zwischen Serbien und Rumänien. Sie hören auf die Namen Eisernes Tor I & II. (serbisch Ђердап/Đerdap, rum. Porţile de Fier) Bei diesen Kraftwerken handelt es sich um die leistungsstärksten an der Donau. Sie sind übers Ufer nur sehr weitläufig zu umtragen. Daher werden Paddler häufig mit der Großschifffahrt geschleust. Nach den Eisernen Tor hat man freie Fahrt bis ans schwarze Meer.


Welche Gefahren birgt die Schifffahrt?

Infos zur Schifffahrt auf der Donau

Twin-City Liner im Donaukanal
Twin-City Liner im Donaukanal

Die Schifffahrt auf der Donau ist abschnittsweise recht lästig. Das Hauptproblem stellt jedoch nicht die Berufsschifffahrt dar, sondern die privaten Motorboote. Diese treten vor allem auf den touristisch interessanten Abschnitten in großer Zahl auf. Im Umgang mit ihnen ist es sinnvoll sich möglichst defensiv zu verhalten, die Flussmitte zu meiden und sich grob entlang der Ufer zu halten. Zu dicht am Ufer zu fahren ist allerdings auch keine gute Idee. Dort befinden sich häufig Buhnen und Flachstellen an denen die von den Schiffen erzeugten Wellen brechen. Es ist daher sinnvoll sich grob an der Fahrrinne zu orientieren. Diese wird durch Bojen in Form von Metalltonnen markiert. 

 

Von Wien bis Bratislava und im Wiener Donaukanal, sollte man sich vor dem Twin-City-Liner Schnellboot in Acht nehmen. Dieses ist leicht an seinem gelben Blinklicht zu erkennen. Taucht der Liner am Horizont auf, ist er auch gegen die Strömung in wenigen Sekunden auf gleicher Höhe. Da sich dieses Ungetüm nicht immer an die Fahrrinne hält, ist man bei höheren Wasserständen fast nirgends vor ihm sicher.


Kann ich am Wiener Donaukanal paddeln?

Infos zum Paddeln auf dem Wiener Donaukanal

Einstiegsstelle in den Donaukanal
Einstiegsstelle in den Donaukanal

Der Donaukanal zweigt bei Nussdorf oberhalb von Wien, bei km 1933,7 vom Hauptstrom ab. Er ist auf einer Länge von 16,6 Kilometern bis zur seiner Mündung nahe dem Alberner Hafen befahrbar. Der Donaukanal fließt relativ zügig mit 5 - 7 km/h. Wählt man die Route über den Kanal, kommt man direkt ins historische Zentrum Wiens. Die größte Gefahr beim Paddeln auf dem Donaukanal, stellt die Begegnung mit dem Twin City Liner Schnellboot dar. Dieses verkehrt zwischen Wien und Bratislava. Eine Begegnung mit diesem Ungetüm im Donaukanal, sollte man jedenfalls vermeiden. Genaue Infos findet ihr in der Beschreibung des Donaukanals.


Was ist die Malý Dunaj?

Infos zum Paddeln auf der Kleinen Donau

Camp an der Malý Dunaj
Camp an der Malý Dunaj

Die Malý Dunaj, (ungarisch Kis-Duna) ist ein Seitenarm der Donau in der Slowakei. In Bratislava zweigt sie vom Hauptstrom der slowakischen Donau ab und fließt in zahlreichen Mäandern parallel nördlich entlang des Hauptflusses. Nach etwa 147,8 Kilometern mündet sie über die Waag wieder zurück in die Donau. Das Flusssystem bildet die größte Binneninsel Europas, die Große Schüttinsel. Diese ist slowakisches Staatsgebiet, wird jedoch mehrheitlich von ethnischen Ungarn bewohnt. Die Malý Dunaj ist eine empfehlenswerte Alternative zum Hauptstrom der Donau. Genaue Infos findet ihr in der Flussbeschreibung der Malý Dunaj.


Was ist die Mosoni Donau?

Infos zum Paddeln auf dem Mosoner Donauarm

Camp an der Mosoni Donau
Camp an der Mosoni Donau

Die Mosoni Donau, ungarisch "Mosoni Duna" ist ein Nebenarm der ungarischen Donau. Sie zweigt am Wehr von Čunovo bei km 1852 vom Hauptstrom ab und umfließt in vielen Windungen die Insel Szigetköz (dt. "Kleine Schüttinsel"). Laut meinen Berechnungen ist der Fluss etwa 122,8 Kilometer lang, dabei werden die abgetrennten Flussschleifen nicht mit einberechnet. Die Mosoni Donau ist eine empfehlenswerte Alternative zum Hauptstrom der Donau. Genaue Infos findet ihr in der Flussbeschreibung der Mosoni Donau.